Sonntag, 19. Juni 2011

Intelligenztest für Politiker


Intelligenztest für Politiker

"Ich glaube - und hoffe - auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten."

Sir Arthur Charles Clarke (Profile der Zukunft)

Frage 01: Welches Prinzip dient dem Fortschritt?

a) Konkurrenz
b) Kapitalismus
c) Sozialstaat

Frage 02: Welches Prinzip behindert den Fortschritt?

a) Konkurrenz
b) Kapitalismus
c) Sozialstaat

Frage 03: Was ist gerecht?

a) Rechtsstaatlichkeit
b) monopolfreier Markt
c) Demokratie

Frage 04: Um wie viel Prozent pro Jahr muss eine kapitalistische Marktwirtschaft wachsen, um Vollbeschäftigung zu erhalten?

a) 1 Prozent pro Jahr
b) 3 Prozent pro Jahr
c) 5 Prozent pro Jahr

Frage 05: Welches Prinzip verursacht Massenarbeitslosigkeit?

a) Marktwirtschaft
b) Privatkapitalismus
c) Staatskapitalismus

Frage 06: Welches Prinzip verhindert Massenarbeitslosigkeit?

a) Marktwirtschaft
b) Privatkapitalismus
c) Staatskapitalismus

Frage 07: Welche Maßnahme verhindert Staatskapitalismus in einer Planwirtschaft?

a) freie Wahlen
b) Mitbestimmung
c) keine

Frage 08: Was verhindert Privatkapitalismus in einer Marktwirtschaft?

a) Konkurrenz
b) Besteuerung von Vermögen
c) optimierte Steuerprogression

Frage 09: Was erhält den Geldkreislauf?

a) bargeldloser Zahlungsverkehr
b) Risikoprämie
c) Liquiditätsverzichtsprämie

Frage 10: Welcher Zinsanteil ist ungerecht?

a) Risikoprämie
b) Liquiditätsverzichtsprämie
c) Bankmarge

Frage 11: Was verhindert Spekulation?

a) 3-prozentiges Wirtschaftswachstum
b) Liquiditätsgebühr
c) Finanztransaktionssteuer

Frage 12: Was verursacht Staatsverschuldung?

a) staatliche Misswirtschaft
b) schlechte Finanzpolitik
c) Vermögenszuwachs der Privathaushalte

Frage 13: Was verursacht Massenarmut?

a) Privateigentum an Produktionsmitteln
b) Privateigentum an Boden
c) mangelhafte Steuerpolitik

Frage 14: Was behindert den Ausbau der Solarenergie?

a) falsche Energiepolitik
b) Rentabilitätshürde
c) Subventionsabbau

Frage 15: Was erklärt den überproportionalen Bevölkerungszuwachs der 3. Welt?

a) fehlerhafte Geld- und Bodenordnung
b) fehlende soziale Absicherung
c) fehlende allgemeine Schulbildung

Frage 16: Was verhinderte bis heute den 3. Weltkrieg?

a) Friedenspolitik
b) atomare Abschreckung
c) insgesamt zunehmender globaler Wohlstand

Frage 17: Wodurch lässt sich der 3. Weltkrieg in Zukunft verhindern?

a) absolute Marktgerechtigkeit
b) Abrüstung
c) global abgestimmte Kontrolle der Finanzmärkte

Frage 18: Was verhinderte bis heute den Weltfrieden?

a) Egoismus
b) Dummheit
c) religiöser Fanatismus

Frage 19: Wodurch kann der Weltfrieden in Zukunft erreicht werden?

a) Ökumene
b) Abschaffung der Religion
c) Der Weltfrieden scheitert an der Natur des Menschen.

Pro Frage ist jeweils genau eine Antwort richtig.
Wer auch nur eine Frage falsch beantwortet, ist religiös.


Freitag, 10. Juni 2011

Bewusstsein

Bewusstsein

…bedeutet zuallererst die Erkenntnis, dass - sowohl geistige als auch materielle - Armut kein natürlicher Zustand ist, sondern durch eine seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung und der daraus resultierenden Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz - sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten - erst erzeugt wird. Armut lässt sich prinzipbedingt nicht "bekämpfen", solange ein fehlerhaftes Zwischentauschmittel mit parasitärer - der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden - Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwendet wird und es ein privates Bodeneigentumsrecht gibt. Was punktuell an Armut "bekämpft" werden mag, um das "soziale Gewissen" von Spießbürgern in Zinsgewinner-Staaten zu beruhigen, entsteht an vielen anderen Stellen mit exponentiell steigender Tendenz wieder neu, mittlerweile auch innerhalb der Zinsgewinner-Staaten.

Wer über kein Bewusstsein verfügt, glaubt an sinnlose "Millennium-Entwicklungsziele" der UNO oder betreibt möglicherweise eine Modeerscheinung namens "Social Investment", die der spießbürgerlichen Doppelmoral von Sparern, die sich für "große Investoren" halten, durch eine "soziale Rendite" mit "Social Performance Reporting" die Krone aufsetzt.

Der Sparer kann froh sein, wenn die Volkswirtschaft es ihm ermöglicht, seine Ersparnis auf unbegrenzte Zeit sicher zu erhalten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt entweder verkonsumieren oder selbst in eigenes Sachkapital investieren zu können. Auf eine Liquiditätsverzichtsprämie (in Deutschland über 330 Mrd. Euro pro Jahr), die einen strukturellen Sachkapitalmangel bestehen lässt, damit zu einer Mindestverzinsung allen Sachkapitals (Verzinsung des unverschuldeten Sachkapitals: 120 Mrd. Euro pro Jahr), Überrationalisierung, "Freisetzung" von Arbeitskräften, Vermassung und Eintönigkeit führt, hat er kein Anrecht, auch wenn er den Zins für eine "Belohnung für Konsumverzicht" hält.

Tatsächlich gibt es einen Zinsanteil, der als "Belohnung für Konsumverzicht" anzusehen ist, wenn nach einem Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) die Kreditnachfrage zur Finanzierung neuer Sachkapitalien deutlich größer ist als das Kreditangebot. Dann erhöht sich der Kapitalmarktzins um eine "Belohnung für Konsumverzicht", weil in dieser Situation die Schaffung neuen Sachkapitals für die Volkswirtschaft wichtiger ist als der vorgezogene Konsum. Wird der Sachkapitalmangel kleiner, geht die "Belohnung für Konsumverzicht" gegen Null, nicht jedoch die Liquiditätsverzichtsprämie (Urzins), die allein aus der Wertaufbewahrungs(un)funktion des herkömmlichen Geldes resultiert und unweigerlich zur nächsten Wirtschaftskrise (gegenwärtiger Ist-Zustand) und dann in den Staatsbankrott führt.
   
Reichtum, Zivilisation, technologischer und kultureller Fortschritt entstehen aus einer funktionierenden Arbeitsteilung (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) und nicht aus der "Fähigkeit", auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu existieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Frage der "Moral", sondern des Bewusstseins. Ein Milliardär, der heute über ein Bewusstsein verfügte, würde die Hälfte seines Vermögens in die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) investieren und den "Rest" in die erst dann wirtschaftlichen Technologien (Solarzellen, Brennstoffzellen, Elektroantriebe, Magnetschwebebahnen, etc.), die bereits zur Verfügung stehen. Zwar würde seine Rendite, wenn er selbst keine neuen Technologien beisteuert, mittel- bis langfristig gegen Null gehen, aber die kurzfristige Rendite, die er erzielen würde, wäre enorm – und die Lebensqualität, die er sich schaffen würde, wäre unbezahlbar!

Um ein Bewusstsein zu erlangen, bedarf es der "Auferstehung von den Toten". Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Werden Sie lebendig: http://www.deweles.de


Soziale Marktwirtschaft = freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus


„Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“

Jesus von Nazareth

„Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.“

Silvio Gesell

„The greatest tragedy in mankind’s entire history may be the hijacking of morality by religion.“

Arthur C. Clarke

Die Aussagen von wahren Genies bleiben für gewöhnliche Menschen unverständlich, und selbst den Gelehrten und ernsthaften Studenten können sie nur mit Mühe sinnhaftig werden.

Der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ stammt von dem Freiwirtschaftler Otto Lautenbach, der im Januar 1953 die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM) gründete. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard sollte erstmalig eine „freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“ (echte Soziale Marktwirtschaft) verwirklicht werden.

Im Juli 1954 verstarb Otto Lautenbach, die ASM zerfiel im Streit (eine Organisation gleichen Namens existiert heute noch, sie verfügt aber über keinerlei makroökonomische Kompetenz mehr). Für die makroökonomische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wurde ein von der so genannten „katholischen Soziallehre“ beeinflusstes Konzept von Alfred Müller-Armack übernommen, eine „sozial gesteuerte Marktwirtschaft“ (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem „Sozialstaat“), für die sich später der Begriff „soziale Marktwirtschaft“ einbürgerte.

Wie sich die echte Soziale Marktwirtschaft von der Perversion, in der wir (noch) existieren, unterscheidet, erfahren Sie hier:


Warum ist das so schwer zu verstehen? Fragen Sie die „heilige katholische Kirche“:



Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier


Globale Liquiditätsfalle



"Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet."

(Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

"Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: 'Nie wieder Krieg', entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
     Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.'
     Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein."

Silvio Gesell, 1918 (direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges)

Es dauerte tatsächlich "keine 25 Jahre" vom Ende des ersten bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Der dritte Weltkrieg wäre in den 1980er Jahren fällig gewesen und wurde nur durch die atomare Abschreckung bis in die Gegenwart verhindert. Durch das Ausbleiben dieser "überfälligen Sachkapitalzerstörung" hat die Zinsumverteilung – sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten – heute ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sodass die Weltwirtschaft auf ein Phänomen zusteuert, das der "Jahrhundertökonom" John Maynard Keynes als "Liquiditätsfalle" bezeichnete: der mitgekoppelte (sich selbst beschleunigende) Zusammenbruch des Geldkreislaufs und damit der irreversible Zusammenbruch der gesamten Arbeitsteilung – das Ende jeglicher Kultur.

Liquiditätsfallen hat es in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit viele gegeben (schon solange der Mensch Zinsgeld, anfangs Edelmetallgeld, benutzt) und alle Hochkulturen und Weltreiche sind an der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz zugrunde gegangen. Heute stehen wir vor der absoluten Steigerung dieses Phänomens: die globale Liquiditätsfalle, die auch ohne Atomkrieg in der Lage ist, unsere gesamte "moderne Zivilisation" auszulöschen – und zwar umso schneller, je länger sie von der "hohen Politik" durch Erhöhung der Staatsverschuldung und Geldmengenausweitung hinausgezögert wird! Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als "Armageddon".

Um diese größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte noch rechtzeitig abzuwenden, bedarf es der "Auferstehung der Toten". Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Die Basis aller Vorurteile, sofern sie das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betreffen, war (und ist noch) die Religion: Opium des Volkes


Stefan Wehmeier