Freitag, 16. Januar 2015

Die Irrelevanz der Moral



"Du und ich: wir sind eins, ich kann dir nicht wehtun ohne mich zu verletzen."

(Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Dieser Spruch ist so ungefähr der Gipfel östlicher Weisheit – charakterisiert durch das Unvermögen, zwischen einem Dorf und einem Staat zu unterscheiden. Tatsächlich war der Verfasser eher weniger "Pazifist und Menschenrechtler", als ein Bastler – je nach Hobby – Ingenieur oder Architekt. Dabei hätte Gandhi nicht einmal so intelligent sein müssen, selbst auf die Lösung zu kommen; er hätte nur das richtige Buch zu lesen brauchen:


Andererseits: Gandhi hätte dann zwar gewusst, wie der Weltfrieden und das Menschenrecht technisch zu verwirklichen sind, aber niemand hätte erfahren, dass es je einen "Pazifist und Menschenrechtler" Mahatma Gandhi gegeben hat. Denn was Freiheit und Gerechtigkeit ist, will das Volk bis heute gar nicht erst wissen. Alle Untertanen fürchten sich so sehr…


…vor sich selbst, dass es stets ihre größte Sorge ist, Untertanen zu bleiben. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als mit gutem Beispiel voran zu gehen,…


…damit überhaupt etwas passiert,…


…die gleichen Fehler nicht immer wieder gemacht werden,…


…das Wesentliche begriffen wird…


…und die Zukunft wieder offen ist:



Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 17.01.2015


Donnerstag, 15. Januar 2015

Gott spielen



"Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste."

Konfuzius (Begründer des Konfuzianismus)

"For though he was master of the world, he was not quite sure what to do next. But he would think of something."

Arthur C. Clarke (Autor von "2001")

Auf dem Weg des Schaffenden kann man nicht immer den edelsten Weg beschreiten, weil…

Wäre Gott (der Investor) allwissend, hätte er Adam nicht verboten, sich an der "Frucht vom Baum, der Frucht macht" zu bedienen, denn der Urzins lässt sich nicht verbieten.

…und…

Wäre Buddha erleuchtet gewesen, hätte er gesagt: "Benutzt umlaufgesichertes Geld!"

Es sei denn, man hat das "Gott spielen" nicht mehr nötig. Dann kann man aber auch nichts mehr erschaffen, zumindest nichts Neues. Ein Philosoph mag sich mit Vergangenheit und Gegenwart begnügen; einem Entwicklungsingenieur ist das a priori langweilig. Was es heute – endlich – zu verwirklichen gilt, ist der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, der von "östlicher Weisheit" gar nicht erst angedacht wurde,…


…während sich unsereins schon viel zu lange damit beschäftigt,…


…auch wenn man im Wilden Westen dafür "einfach mal so" erschossen wurde:


Irgendwann muss man also wieder aus der Versenkung auftauchen…

…you´ve been down too long in the midnight sea…
…oh, what´s becoming of me…

…um den lieben Untertanen einiges zu erklären, wobei man sich wie immer den ganzen Ärger selbst eingebrockt hat. Aber wie gesagt, man kann ja nicht alles im Voraus wissen. 



Sonntag, 11. Januar 2015

Bewusstsein, Intention und Weltbild



If there isn't light when no one sees
Then how can I know what you might believe?
A story told that can't be real
Somehow must reflect the truth we feel, yeah

Fade away, fade away
Vanish into small
Fade away, fade away
Break the crystal ball oh!

It's the sign
Feels like the time!

On a small world, west of wonder
Somewhere, nowhere all
There's a rainbow that will shimmer
When the summer falls
If an echo darts in dancer
When it hears a certain song
Then the beast is free to wander
But never is seen around

And it's the sign of the southern cross
It's the sign of the southern cross
All right
Sail away
To the sign
Oh

From the book, the word is spoken
Whispers from forgotten psalms
Gather all around the young ones
They will make us strong
Reach above your dreams of pleasure
Given life to those who died
Look beyond your own horizons
Sail the ship of signs

And it's the sign of the southern cross
It's the sign of the southern cross
Fade away, fade away
Break the crystal ball
Fade away, fade away
I can't accept it anymore

On a real world, west of wonder
Somewhere, nowhere all
There's a rainbow, see it shimmer
When the summer falls
From the book, the word is spoken
Whispers from forgotten psalms
Gather all around the young ones
They will make us strong!

It's the sign of the southern cross
It's the sign of the southern cross

Don't live for pleasure
Make life your treasure
Fade away!
Eight miles high, about to fall
And no one there to catch you
Look for the sign, the time
The sign of the southern cross, yeah

(Geezer Butler / Tony Iommi / Ronnie James Dio, 1981)

Für alle, die "diese Welt" so sehen wollen wie sie ist, kann ich schon mal die erste Strophe übersetzen:

Wenn es kein Bewusstsein gibt und niemand sieht
Wie kann ich dann wissen, was du glauben könntest?
Eine erzählte Geschichte, die nicht wirklich sein kann
Muss irgendwie die Wahrheit reflektieren, die wir fühlen

Behind every man now alive stand thirty ghosts, for that is the ratio by which the dead outnumber the living. Since the dawn of time, roughly a hundred billion human beings have walked the planet Earth.
    Now this is an interesting number, for by the curious coincidence there are approximately a hundred billion stars in our local universe, the Milky Way. So for every man who has ever lived, in this universe, there shines a star.
    But every one of those stars is a sun, often far more brilliant and glorious than the small, nearby star we call the Sun. And many – perhaps most – of those alien suns have planets circling them. So almost certainly there is enough land in the sky to give every member of the human species, back to the first ape-man, his own private, world-sized heaven – or hell.
    How many of those potential heavens and hells are now inhabited, and by what manner of creatures, we have no way of guessing; the very nearest is a million times further away than Mars or Venus, those still remote goals of the next generation. But the barriers of distance are crumbling; one day we shall meet our equals, or our masters, among the stars.
    Men have been slow to face this prospect; some still hope that it may never become reality. Increasing numbers, however, are asking: "Why have such meetings not occurred already, since we ourselves are about to venture into space?"
    Why not, indeed? Here is some possible answer to that very reasonable question. But please remember: this is only a work of fiction.
    The truth, as always, will be far stranger.

Arthur C. Clarke & Stanley Kubrick (Vorwort zu "2001: Odyssee im Weltraum", 1968)

Hatte der Supercomputer HAL9000 im Film ein Bewusstsein? Das hängt davon ab, was wir unter "Bewusstsein" verstehen. Wenn wir einem Politiker ein Bewusstsein zubilligen, könnten wir dies auch von einem "PC mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher" annehmen, weil es egal ist, ob wir den Deutschen Bundestag mit solchen oder solchen Figuren besetzen – es kommt sowieso nichts Sinnvolles dabei heraus. Politiker sind sich dessen am allerwenigsten bewusst, weil sie als solche in der Volksherrschaft überflüssig werden, sobald das Volk sich bewusst gemacht hat, was Demokratie bedeutet. Die Unbewusstheit der "Volksvertreter" resultiert aus einer falschen Intention: Selbst wenn sie sich wirklich vornehmen, "zum Wohle des Volkes" zu handeln, wollen sie dies immer nur unter der Voraussetzung, ihre "politische Macht" zu vergrößern oder wenigstens zu erhalten. Das ist aber nicht möglich:


Betrachten wir die Menschwerdung aus heutiger Sicht und gehen "einfach mal so" davon aus, dass sie sich wirklich in dieser Weise abgespielt hat,…


…wobei der Monolith nur ein Symbol der Rückprojektion des Betrachters ist. Der eigentliche Akt der Menschwerdung (vor gut 2 Millionen Jahren) war die Tötung eines "anderen", was in der Folge vom Australopithecus afarensis zum Homo habilis führte. Das hatte noch nichts mit der vergleichsweise erst in allerjüngster Zeit (seit etwa 3200 Jahren) aufgekommenen Unsitte "der Krieg ist der Vater aller Dinge" zu tun, denn Kriege entstanden erst innerhalb oder zwischen großen Gesellschaften, die ihr Bewusstsein schon wieder verloren hatten:

"Eine große Gesellschaft, aus lauter trefflichen Menschen zusammengesetzt, gleicht an Moralität und Intelligenz einem großen, dummen und gewalttätigen Tier."

Carl Gustav Jung (1875-1961)

Das kaum noch gebräuchliche Adjektiv "trefflich" kann durch "vortrefflich" ersetzt werden, was am Wahrheitsgehalt der Aussage nichts ändert. Die neuere Geschichte ist bis heute nur eine Aneinanderreihung von Wirtschaftskrisen, Bürger- und Völkerkriegen gewesen, weil der unbewusste (religiös verblendete) Kulturmensch seit Mose nicht mehr verstehen kann, was Gerechtigkeit ist; und seit die schlimmste Verbrecherorganisation der Welt die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien) verbreitet, will er es auch nicht mehr verstehen:


Eine große Gesellschaft unterscheidet sich von einer ursprünglichen Stammesgesellschaft dadurch, dass nicht mehr jeder jeden kennt, sodass die Arbeitsteilung – die den Menschen über den Tierzustand erhob – ohne Marktgerechtigkeit nicht funktionieren kann. Das wäre längst verstanden, wäre da nicht bis heute der allgemeine Aberglaube an Apfelbäumchen. Dabei reicht es aus, wenn der "Normalbürger" nicht länger selbstsüchtig und eingebildet, sondern einfach nur egoistisch und gebildet sein will. Das Wollen ist wichtiger als das Sein; ansonsten gibt es keine Zukunft und es wird nicht einmal mehr die Tierwelt verstanden:

Lebendiger Mensch = freier Unternehmer
Tiere auf dem Feld = Angestellte
Vögel unter dem Himmel = Wanderarbeiter
Gewürm = Bettler

Für Pharisäer und Schriftgelehrte (Politiker/Schweinepriester und Rechtsverdreher) gibt es keine Entsprechung in der natürlichen Welt; sie sind in der Regel Angestellte des Staates oder neuerdings auch so genannter Konzerne.

Die längste Zeit lebte der Mensch in kleinen Stammesgesellschaften (beim Homo sapiens seit etwa 150.000 Jahren mit bis zu 150 Individuen; wie groß die Gruppen beim Homo habilis und dem darauf folgenden Homo erectus waren, ist unbekannt), die als Urkommunismus zu bezeichnen sind, dann (vor gut 10 Jahrtausenden) zunehmend auch in zentralistischen Planwirtschaften noch ohne liquides Geld (Ursozialismus bzw. Staatskapitalismus mit einigen Tausend bis zu einigen Millionen Untertanen im vorantiken Ägypten) und erst mit Anpassung an das Zinsgeld vor gut drei Jahrtausenden entwickelten sich kapitalistische Marktwirtschaften bis zu den heutigen Nationalstaaten als Vorläufer der eigentlichen Zivilisation, deren Beginn ich "einfach mal so" auf den 01.12.2014 festgelegt habe:


Nur ein sich selbst und der Welt bewusstes Wesen kann wissen, was Bewusstsein ist. Weil aber die ganze bisherige Kulturentwicklung des Menschen aus einer immer trickreicheren Programmierung des kollektiv Unbewussten (d. h. aus der Religion) entstand, muss man heute den ganzen Hokuspokus erst einmal durchblicken (Auferstehung), um erneut ein volles Bewusstsein und ein ganzes Weltbild mit selbständigem Denken zu entwickeln:


Jeder Glaube mit jeder so genannten Meinung hat solange eine gewisse Berechtigung, wie noch kein Wissen vorhanden ist, um den Glauben zu ersetzen. Danach wird Glaube zum Aberglauben und die Meinungen sind Blödsinn. Darum wurden Einzelne, die im Wilden Westen schon zuviel wussten, "einfach mal so" erschossen. Wer unter den Dummen schon zuviel weiß, kann nur ausrasten oder sich verkriechen und hat damit ein echtes Problem:


Im Jahr 1998 wusste meinereiner auch schon zuviel, ohne aber die blasseste Ahnung von Makroökonomie zu haben, denn ein Entwicklungsingenieur interessiert sich nicht für diesen "Blödsinn" (was er in universitärer Gestalt ja auch ist) und  Die Natürliche Wirtschaftsordnung las ich erst 2004. Die Zwischenzeit musste also maximal chaotisch verlaufen. 

Zusammengefasst kann man sagen, dass in einer Manie die eigene Macht überschätzt und in einer Depression unterschätzt wird. Darum gibt es so viele, die beten oder meditieren. Dieser Blödsinn hilft aber genauso wenig wie eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie. Das einzig wahre Heilmittel für alle psychischen Probleme finden Sie kostenlos hier:


War eine Menschenaffen-Gruppe ohne lenkenden Willen noch keine Stammesgesellschaft, ist eine heute von der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) aufrechterhaltene, kapitalistische Marktwirtschaft noch keine Zivilisation. Wie kommt man von a nach b? In beiden Fällen ist der Antrieb derselbe:

"Nur, wo Leben ist, da ist auch Wille: aber nicht Wille zum Leben, sondern – so lehre ich's dich – Wille zur Macht!"

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

Der Wille zur Macht ist nicht das Beherrschenwollen anderer Menschen (so wie er a priori von Politikern und Priestern missverstanden wird), sondern heute das Beherrschenwollen der Dinge. Das kann nur mit einer funktionierenden Arbeitsteilung gelingen. Wenn alle nur unkoordiniert vor sich hin wursteln, steht man irgendwann vor dem Aussterben, sobald das Nahrungsangebot knapp wird. Wird auch noch das immer knapper werdende Wasser von "den anderen" mit beansprucht, kann man schon mal ausrasten und (sobald man dafür ein geeignetes Werkzeug hat) einen von denen töten, um allen zu zeigen, wer "man" ist – und das war zugleich der Akt der Menschwerdung:


Es folgt "der genialste Schnitt der Filmgeschichte" mit der Überblendung in den Erdorbit des Jahres 2001. Unter der Mondoberfläche wurde der Monolith "TMA-1" entdeckt, der nach seiner Ausgrabung ein Funksignal zum Planeten Jupiter sendet, dem das Raumschiff Discovery mit HAL9000, den Piloten David Bowman und Frank Poole sowie drei Wissenschaftlern im Kälteschlaf hinterher geschickt wird. HAL, der angeblich das Ziel der Mission kennt, es den Piloten aber nicht sagen darf, tötet die menschliche Besatzung bis auf David Bowman, dieser kann die "höheren Funktionen" von HAL ausschalten und das Raumschiff in einer Raumkapsel verlassen, mit der er in einen riesigen Monolithen fliegt, der sich als "Tor zu den Sternen" erweist, um nach einer psychedelischen Reise in einem einsamen Zimmer zu landen. Dort wird er immer älter, bis der Monolith im Zimmer erscheint, durch den hindurch er am Ende als "Sternenkind" im Erdorbit wiedergeboren wird.

Materialistisch betrachtet ergibt das Ganze kaum einen Sinn, wohl aber in der metaphysisch-funktionalen Betrachtung. Dazu ist dieser Text aus den Heiligen Schriften von Nag Hammadi (Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses) hilfreich:        

"Und der Baum des ewigen Lebens (der Geldkreislauf), wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes (des Investors), befindet sich im Norden des Paradieses (der Marktwirtschaft), sodass er die Seelen (die Geldansprüche) der Reinen (der wahren Christen) unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut (den Zinsgeld-Ökonomien) zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons (der Vorstellungswelt). Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne (dem Tausch). Und seine Zweige (Geschäftszweige) sind schön. Seine Blätter (Geschäfte) gleichen denen der Zypresse (immergrüner Nadelbaum). Seine Frucht (Unternehmerlohn) gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß (ehrlich) ist. Seine Höhe (seine Bedeutung) geht hinauf bis in den Himmel (ist die ganze Nachfrage).
    Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis (der Geldverleih), wobei er die Kraft Gottes (der Investition) hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond (dem Verleih), wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern (die Feige ist ein Laubbaum, der seine Blätter im Winter – der kapitalistischen Wirtschaftskrise – abwirft). Seine Frucht (Urzins bzw. Liquiditätsverzichtsprämie) gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen."

Untertanen erschafft man sich nicht mit Gewalt, sondern indem man ihnen durch eine geschickte Programmierung des kollektiv Unbewussten das Verständnis für elementare makroökonomische Zusammenhänge entzieht, die normalerweise schon von Kleinkindern verstanden werden – sobald sie zivilisiert aufwachsen können. Nach über drei Jahrtausenden in totaler geistiger Umnachtung (mit nur einem Lichtschimmer vor zwei Jahrtausenden) sind dann aber 7 Tage nicht mehr ausreichend, um das nutzlose Programm wieder zu löschen, und selbst im 7. Jahr der Apokalypse werden die "banalsten Selbstverständlichkeiten" von der Masse noch immer nicht verstanden. Klären wir weiter auf:

Der Monolith symbolisiert das jeweils herrschende Gottesbild, sodass heute "TMA-1" (der "eine Gott" Jahwe/Gott der HERR/Allah = Investor) unter der Mondoberfläche (im Verleih versteckt) zu finden ist. Die Mission der Discovery zum Jupiter (der "höchste Gott" der Antike) ist "die Suche nach Gott in der Ferne", wobei die Besatzung eine noch unbewusste (religiös verblendete) Gesellschaft repräsentiert, die sich stets irgendein Gottesbild nach außen projiziert. Solange dieser Zustand anhält, schläft die Wissenschaft, das Volk beschäftigt sich mit Trivialitäten, ohne zu wissen, wohin die Reise geht und lässt sich von einer "Regierung" (HAL9000) steuern, die von sich glaubt, sie wüsste schon was. Wer den Rest auch noch verstehen will, muss mal wieder ins egozentrische Weltbild wechseln,…


…um am Ende ein vollständiges Weltbild zu bekommen: Jüngstes Gericht


Stefan Wehmeier, 11.01.2015 


Donnerstag, 8. Januar 2015

Demokratie (Volksherrschaft)



"Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist."

Marcus Tullius Cicero (berühmtester Redner Roms und Consul im Jahr 63 v. Chr.)

Diese Spruchblase könnte genauso gut von "Mutti" Angela Merkel oder irgendeinem anderen Mitspieler der politischen Seifenoper des ausgehenden zivilisatorischen Mittelalters (Zinsgeld-Ökonomie) abgelassen worden sein. Wäre die halbwegs zivilisierte Menschheit in den Bereichen Naturwissenschaft und Technologie ähnlich zurückgeblieben, wie in der "hohen Politik", wären wir über das technische Niveau im antiken Rom noch nicht hinaus:

Das heißt nicht, dass eine "bessere Politik" möglich wäre, denn erstens ist sie irrelevant…

"Gib mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht."

Mayer Amschel Rothschild (1744-1812)

…und zweitens gehört die Währung – denn die Währung IST der Staat – als konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung unter die Kontrolle des ganzen arbeitenden Volkes:

"In einer Autokratie genügt es, wenn ein Mann die Währungsfrage studiert. In der Demokratie muss das ganze Volk sich dieser Aufgabe unterziehen, wenn die Demokratie nicht den Demagogen verfallen soll."

Silvio Gesell (1862-1930)

Man kann die Politik nur abschaffen, wie bereits 1919 von Silvio Gesell beschrieben:


Grundvoraussetzung der Volksherrschaft ist die Natürliche Wirtschaftsordnung (freie, d. h. monopolfreie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft), in der die a priori aussichtslosen Versuche, etwas "regeln" zu wollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das freie Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt, überflüssig werden:


Weil sich verständlicherweise kein Politiker selbst für "überflüssig" erklären will, ist es eine interessante Frage, was naiver ist: Die Politik als solche, die im Grunde nichts anderes ist als "der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits" (Zitat: Otto Valentin, aus "Warum alle bisherige Politik versagen musste", 1949), oder der allgemeine Aberglaube, dass ausgerechnet die politische Seifenoper in der Lage sein könnte, die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte noch rechtzeitig abzuwenden:


Es geht nicht um "Politiker in der Krise", sondern die "hohe Politik" ist die Krise!


Das Einzige, was ein "Spitzenpolitiker" sinnvollerweise noch tun kann, wenn er nicht einmal über die minimale Kompetenz verfügt, bei der Durchführung der dringend erforderlichen, freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform zu assistieren, ist der Rücktritt:


"Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist."

Gebrüder Rothschild, 1863

Auch wenn sie nicht, wie die Mitspieler in der politischen Seifenoper, komplett verblödet sind, haben die Rothschilds selbstverständlich bis heute keine blasse Ahnung vom "Geld, wie es (noch) ist" und schon gar nicht vom "Geld, wie es sein soll". Sie wissen lediglich etwas besser als die meisten anderen, die von sich glauben, sie wüssten schon was, wie man sich auf Kosten der Mehrarbeit anderer persönlich bereichert. Der Übermensch (nach Nietzsche), selbständige Vollmensch, Individuum und Akrat (nach Gesell) lässt sich von solchen Schwachmaten, die unfähig geblieben sind, auch nur ansatzweise über das zivilisatorische Mittelalter hinaus zu denken, in keiner Weise beeindrucken:

"Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist."

(Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918)

Für das neue Volk der Dichter und Denker ist es allein ausreichend, die ganze Wirkung der konstruktiv umlaufgesicherten Indexwährung zu studieren,…


…um sich nicht länger mit den Trivialitäten begnügen zu müssen, die es schon gibt.


Stefan Wehmeier, 08.01.2015


Mittwoch, 7. Januar 2015

Angebot und Nachfrage



"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)

Für die drei bedeutendsten Werke der bisherigen Menschheitsgeschichte…




…wurde und wird von den Autoren keinerlei Bewunderung erwartet, sondern nur, dass sie allgemein verstanden werden, damit jeder Mensch jederzeit die Achtung aller anderen genießt. Geht die gegenseitige Achtung aber ganz verloren, werden bis zum Jüngsten Tag auch die "banalsten Selbstverständlichkeiten" nicht mehr verstanden.

Was war zuerst da, das Angebot oder die Nachfrage? Diese Frage ist ungefähr so sinnvoll wie die nach der Henne und dem Ei. Was verstanden werden muss, ist die Tatsache, dass die Basis allen menschlichen Zusammenlebens nicht mit "Bedarf" und "Bedarfsdeckung" (Planwirtschaft), sondern nur mit Nachfrage und Angebot (Marktwirtschaft) funktioniert. Allein der marktwirtschaftliche Wettbewerb ist sozial, jede Einengung oder gar Ausschaltung des Wettbewerbs ist asozial. Je größer der Anteil der Staats- oder Planwirtschaft (heute in der Bundesrepublik Deutschland etwa 50%), desto größer die Massenarmut und desto geringer die Volksgesundheit, sowohl geistig als auch körperlich.

Ohne gegenseitige Achtung verfallen alle der Selbstgerechtigkeit. Menschen werden dann nicht mehr als Mitmenschen behandelt, sondern nur noch benutzt: Männer benutzen Frauen und umgekehrt; Erwachsene benutzen Kinder; Sparer, die sich für "große Investoren" halten, benutzen Unternehmer; Arbeitgeber benutzen Arbeitnehmer; Politiker (Demagogen) und Priester (Lügner) benutzen das Volk. Diese fatale Entwicklung unterliegt einer internen Mitkopplung, d. h. sie verstärkt sich selbst: Je weiter die Demagogen die Marktwirtschaft mit planwirtschaftlichen Eingriffen zerstören und die Lügner die einzig wahre Gerechtigkeit verleugnen, desto gründlicher müssen alle der Selbstgerechtigkeit verfallen!

Am Ende kann sich das erniedrigte und belogene Volk die Marktgerechtigkeit nicht mehr vorstellen und noch weniger, dass eine "Gerechtigkeit durch das Recht" nur Illusion ist, auch wenn zumindest das deutsche Volk diese Binsenwahrheit sogar in der Magna Charta der Sozialen Marktwirtschaft nachlesen kann:

"Der historische Liberalismus hat versagt – nicht als Liberalismus, sondern in seiner verhängnisvollen Verquickung mit dem Kapitalismus. Er hat versagt – nicht weil er zuviel, sondern weil er zu wenig Freiheit verwirklichte. Hier liegt der folgenschwere Trugschluss der sozialistischen Gegenströmung. Die liberalistische Wirtschaft war in Wahrheit keine freie, sondern eine vermachtete Wirtschaft, vermachtet durch Monopolbildung, kapitalistische Machtballungen, durch Konzerne und Trusts, die das Wirtschaftsleben über Preise, Zinsen und Löhne nach ihren eigenen Interessen bestimmten. Wo durch Monopole und Oligopole, durch Konzerne und Trusts der freie Wettbewerb entstellt und gefälscht, die freie Konkurrenzwirtschaft unterbunden und zerstört wird, da fehlt die elementare Grundlage eines liberalistischen Systems im ursprünglichen, klaren und eindeutigen Sinn dieses Wortes.
    Der Sozialismus ersetzt die private Vermachtung durch die staatliche Vermachtung der Wirtschaft mit dem Ergebnis, daß die soziale Gerechtigkeit keinesfalls erhöht, aber die automatische und rationelle Funktionstüchtigkeit der Wirtschaft entscheidend geschwächt wird. Der historische Weg, die unerwünschten sozialen Auswirkungen einer fehlerhaften Wirtschaftsordnung durch politische Maßnahmen und staatliche Eingriffe zu beseitigen, musste notwendig scheitern. Eine brauchbare Sozialordnung kann nicht mit bürokratischen Mitteln erzwungen werden, sondern nur aus einer richtig funktionierenden Wirtschaftsordnung erwachsen. Nur eine natürliche, dynamische Gesellschaftsordnung auf der gesicherten Basis einer natürlichen, dynamischen Wirtschaftsordnung ist stabil und kann ohne großen Aufwand an bürokratischen Mitteln und gesetzlichen Regelungen nachträglich noch politisch-rechtlich gesichert werden, soweit dies überhaupt noch erforderlich ist."


Mit seit jeher freundlicher Unterstützung der Lügner fiel es den Demagogen jedoch nicht besonders schwer, die Soziale Marktwirtschaft bis heute zu verhindern und weiterhin den "historischen Weg" zu beschreiten – der unausweichlich in die Katastrophe führt:


Über die allgegenwärtige Dummheit kann man sich eigentlich nur noch amüsieren – aber bitte nicht in der Öffentlichkeit, denn das wäre geschäftsschädigend:

"Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance."

Winston Churchill (1874-1965)

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit, und in der ersten Disziplin steht "Mutti" Angela Merkel dem einstigen "Führer" Adolf Hitler in nichts nach:


Das Angebot gibt es seit 2008 und die Nachfrage seit dem Beginn der Zeitrechnung. Sie muss nur noch entfesselt werden:



Stefan Wehmeier, 07.01.2015


Montag, 5. Januar 2015

So genannte östliche Weisheiten



"Gegen Ende der siebziger Jahre führte die Abneigung gegen die Exzesse der Industriegesellschaft zu einer Aversion gegen die Vernunft im Allgemeinen. Die Drogenszene, die "Yippies", das neu erwachte Interesse an Hexerei, Astrologie und exzentrischen Religionen, die Tendenz, in Sandalen nach Katmandu zu trampen – all das waren Teile der gleichen Schablone. Und es lag eine seltsame Ironie in der Tatsache, dass zu einem Zeitpunkt, wo der Osten verzweifelt versuchte, sich die Technologie des Westens anzueignen, der Westen sich auf der Suche nach geistiger Führung dem Osten zuwandte.
    Ich glaube zuversichtlich, dass auf lange Sicht aus diesen gärenden Ideen und Philosophien viel Gutes entstehen kann. Die Extremisten auf beiden Seiten werden verstummen. Übrigbleiben sollte vielleicht eine größere Ehrfurcht vor der organischen Welt, nicht aber eine unkritische Annahme von allem, was "natürlich" ist. Es gibt viele natürliche Dinge, die energisch ausgemerzt werden sollten – und vieles, was künstlich ist, verdient größtmögliche Förderung."

Arthur C. Clarke (aus "Profile der Zukunft", 1981)

Dass "östliche Weisheiten" – in Bezug auf das zivilisierte Zusammenleben – von echtem Wissen weit entfernt sind, beschrieb ich 2008 beispielhaft im Buch "Himmel auf Erden":


Zusammengefasst besteht der wesentliche Unterschied zwischen "Westen" und "Osten" bis heute darin, dass in unserem Kulturkreis seit etwa 3200 Jahren sowohl ein genau definiertes Ziel (das Paradies) als auch ein genau definiertes Problem (die Erbsünde) auf dem Wege zu diesem Ziel existieren, während alle so genannten östlichen Weisheiten weder das eine noch das andere jemals auch nur ansatzweise thematisiert haben. Für das, was bei uns von einer kleinen, aber heute wieder wachsenden Minderheit endlich verstanden wird…


…gibt es im Osten keinerlei Denktradition. Dort weiß man nicht, dass die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, dass die Makroökonomie die wirkliche Basis allen menschlichen Zusammenlebens ist und das Geld die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung. Dem Osten blieb somit nichts anderes übrig, als "sich die Technologie des Westens anzueignen", die sinnlose Jagd nach Kapitalertrag mitzumachen und "die Exzesse der Industriegesellschaft" gänzlich unreflektiert zu übernehmen, so wie der Westen seine bis heute fehlerhafte Makroökonomie gänzlich unreflektiert aus der Antike übernahm.

Religionen allgemein sind spezifische Rückbindungen auf künstliche Archetypen im kollektiv Unbewussten (Götter aus der "Sicht" der Untertanen) für die notwendige psychologische Anpassung eines Kulturvolkes an eine noch fehlerhafte (kapitalistische) Makroökonomie. Das bewusste Erkennen der Funktionsweise einer Religion und der dazugehörigen Götter ist "die Auferstehung" (aus der religiösen Verblendung, bzw. dem geistigen Tod) und das Überflüssigmachen aller Religionen für alle Menschen ist "die Erleuchtung". Um zur letzten Erkenntnis, der Erleuchtung, zu gelangen, reicht es nun keinesfalls aus, sich über die primitive Götterwelt (Vorurteilswelt) des Hinduismus zu erheben, wie dies dem Buddha (Siddhartha Gautama, 563 v. Chr. – 483 v. Chr.) gelang, sondern es muss "der eine Gott" (Jahwe = Gott der HERR = Allah), der (noch) die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit beherrscht, bewusst erkannt und überflüssig gemacht werden:


Das wäre schon Jesus von Nazareth gelungen, wenn "der eine Gott" die halbwegs zivilisierte Menschheit nicht soweit verdummt hätte, dass sie nach wie vor glaubt, Zinsen müssten wohl auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer. Somit wird in den "christlichen" Kirchen noch immer die falsche Musik gespielt...


…und wir warten bis heute auf den Jüngsten Tag.

Dass schon der Buddha nichts Wesentliches wusste und darum ein gewisser Dalai Lama schon gar nichts weiß, sollte jetzt klar sein. Aber selbst wenn "seine Heiligkeit" keine blasse Ahnung hat, ist er dann nicht wenigstens ein "netter Mensch"? Nein:


Dummheit ist ein unvergleichlich gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Während es bei einem "westlichen Normalbürger" durchaus gelingt, ihm frühzeitig ein Bewusstsein für die einzig wahre Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung, zu vermitteln,…


…ist das bei einem von "östlicher Weisheit" verwirrten Patienten kaum möglich:


Silvio Gesell (3. Vorwort zur NWO, 1918): "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Hallo Xxx Xxxxx,

zuerst muss man selbst über das Bewusstsein verfügen, auf welche makroökonomischen Grundregeln sich alle einigen müssen, damit allgemeiner Wohlstand, eine saubere Umwelt (bzw. eine Harmonie zwischen Natur und Kultur) und der Weltfrieden überhaupt möglich werden (siehe: Eigennutz und Gemeinnutz). Dann kann man sich konstruktive Gedanken machen, wie dieses Bewusstsein auch anderen zu vermitteln ist. Bis dahin gibt es noch kein Bewusstsein, sondern - sofern es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft - nur dummes Geschwätz. Politik (der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt) ist immer dummes Geschwätz. Das Menschenrecht steht über dem Völkerrecht; nicht umgekehrt (siehe: Der Abbau des Staates).

Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier


Hallo Stefan,

genau da liegt der Knackpunkt, das fehlende Bewußtsein, wobei der Spruch von Silvio Gesell dies bestätigt und schon ein Beweis seiner Unkenntnis ist, indem er behauptet, daß es solche Ordnung nicht gibt.
    Die Natur des Menschen findet in der Kultur ihren Ausdruck und das sind keine Gegensätze, wobei der Mensch aufgrund seines freien Willens das Wesen seiner Natur auch verleugnen kann, woraus dann auch  eine entsprechende Kultur resultiert. Dies ist jedoch wiederum nötig, um aus der Dunkelheit ins Licht zu gehen, damit das Wesen unserer menschlichen Natur erkannt werden kann.
    Wie nun das fehlende Bewußtsein den Menschen vermittelt werden kann, geht ja aus den Schamanenschriften hervor, die Ich Dir geschickt hatte, darum bin Ich etwas verwundert über deine Aussage bezüglich der Vermittlung. Zudem steht das Menschenrecht unter dem Naturrecht, und diese Ordnung hat Silvio nicht berücksichtigt, und auch Du machst den zweiten Schritt vor dem ersten, denn allein das Wort "makroökonomisch" wird von 85% der Gesellschaft gar nicht verstanden, das ist, wie einem Neger im Urwald ein Buch zu geben, damit er die darin befindlichen Weisheiten erfährt, obwohl er gar keine Buchstaben kennt. Also liegt es auf der Hand, daß erst mal ein ordentliches Fundament geschaffen werden muß, in der die fehlenden Faktoren, die Silvio ignoriert hat, berücksichtigt werden.

Liebe Grüße

Xxx Xxxxx


(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht."

Hallo Xxx Xxxxx,

Jesus von Nazareth sagt hier genau das gleiche wie Silvio Gesell. Das "Königreich des Vaters" (Vater der Kultur = volkswirtschaftliches Kreditangebot) ist nichts anderes als die Natürliche Wirtschaftsordnung, die vom Privatkapitalismus (Erbsünde) befreite, freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft (das Paradies). Das Paradies ohne Erbsünde hat es noch nie gegeben und muss erst noch verwirklicht werden durch "eine bewusste und gewollte Tat", aber "die Menschen sehen es nicht". Die Allermeisten sehen es bis heute nicht, weil ihnen das Bewusstsein fehlt. Das Bewusstsein muss ihnen fehlen aufgrund der Religion (Rückbindung auf die künstlichen Archetypen Jahwe/Elohim = Investor/Kapitalismus). Auf der anderen Seite hätte sich ohne die Religion die halbwegs zivilisierte Menschheit gar nicht erst auf die Geldbenutzung eingelassen oder sie spätestens mit dem Untergang des Römischen Reiches wieder aufgegeben und wäre dann in die Primitivität des Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zurückgefallen.
    Ein Naturrecht gibt es für Tiere, nicht für den Menschen. Ein "Naturrecht des Menschen" ist ein Widerspruch in sich, weil der Mensch eben nicht in der Natur, sondern in einer arbeitsteiligen Kultur lebt, die er sich zusammen mit vielen anderen Kulturmenschen künstlich aufbaut. Darum kann die Natürliche Wirtschaftsordnung "nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist." Die Natur des Menschen ist zuallererst egoistisch und der Egoismus kann und darf nicht verleugnet, sondern muss als natürliche positive Kraft eingesetzt werden. Also führt die Natürliche Wirtschaftsordnung eine Übereinstimmung von Eigennutz und Gemeinnutz herbei, sodass es automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt (was jeder gesunde Mensch ohnehin tut). Das (Eigennutz = Gemeinnutz) ist die wahre Nächstenliebe, alles andere ist verlogene Scheinheiligkeit. 
    Würdest Du über ein Bewusstsein verfügen, hättest Du die Natürliche Wirtschaftsordnung, die - nach Gesell - "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht", längst verstanden. Nun habe ich aber mit Dir (jemand, der von sich behauptet, bereits über ein "Bewusstsein" zu verfügen) mindestens die gleichen Schwierigkeiten wie mit einem "Normalbürger", die "banalsten Selbstverständlichkeiten" zu erklären. Würde es also die Verwirklichung des eigentlichen Beginns der menschlichen Zivilisation beschleunigen, wenn Du zuerst allen anderen Dein "Bewusstsein" vermitteln könntest? Offensichtlich nicht. 

Beste Grüße

Stefan Wehmeier


Hallo Stefan,

Ich könnte jetzt wieder auf deine Argumentation eingehen, auf die Du dann doch nur wieder mit dogmatischen Absolutheitsansprüchen reagieren würdest, anstatt ordentlich zu antworten. Da Du mir implizit unterstellst, über kein Bewußtsein zu verfügen, um die "banalsten Selbstverständlichkeiten" zu verstehen, das Naturrecht des Menschen abstreitest, den Egoismus als die Natur des Menschen bezeichnest, obwohl er die Verleugnung der menschlichen Natur zum Ausdruck bringt, hat es wohl keinen Sinn, diesen Austausch fortzusetzen. Du wirst sehr einsam sterben.

XxxXxxxx


Tatsächlich habe ich XxxXxxxx nicht "implizit unterstellt", sondern explizit bewiesen, dass er über keinerlei Bewusstsein verfügt, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft. An einem wirklich zivilisierten Zusammenleben ist ein von "östlicher Weisheit" Beeinflusster aber gar nicht mehr interessiert, sondern nur noch daran, sich bei anderen unbewussten Menschen "wichtig" zu machen, egal mit welchem Schwachsinn.

Interessant ist, dass mir XxxXxxxx in seiner ersten eMail (ist hier nicht wiedergegeben, um den Dreck nicht weiterzuverbreiten) einen Link zu einem originalen Hitler-Video mitschickte, um seine "völkisch-nationale Gesinnung" zu demonstrieren, so wie ja auch "seine Heiligkeit" der Dalai Lama die merkwürdige Tendenz aufweist, sich mit alten und neuen Nazis zu umgeben. Daher mein Hinweis, dass das Menschenrecht über dem Völkerrecht steht. Weil sich XxxXxxxx unter einem makroökonomisch klar definierten Menschenrecht (letztlich das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb) aber nichts vorstellen kann und will, musste er auf ein hypothetisches "Naturrecht des Menschen" ausweichen, und als ich ihm das auch noch widerlegte, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Kommunikation abzubrechen.

Eigentlich schade, denn ich hatte mir von XxxXxxxx, der zunächst einen aufgeschlossenen Eindruck auf mich machte, mehr erhofft. Wie der gute alte Arthur C. Clarke schon sagte, sollte "auf lange Sicht aus diesen gärenden Ideen und Philosophien viel Gutes entstehen". Doch das wird wohl erst nach dem Jüngsten Tag möglich sein:

Silvio Gesell (Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921): "Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."


Stefan Wehmeier, 05.01.2015