Freitag, 23. Juni 2017

Innerhalb und ausserhalb von Cargo-Kulten


Der Kult hat seine Wurzeln in der Begegnung von Melanesiern und Europäern, die neuartiges und "wunderbares" Frachtgut (englisch cargo) in ehemals isolierte melanesische Kulturen brachten, und ist als Reaktion auf die teilweise radikalen sozialen Veränderungen durch Missionierung und Kolonialherrschaft zu betrachten. Beobachtet und dokumentiert wurde das Auftreten erstmals Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders während des Zweiten Weltkriegs und danach erfuhr dieses Phänomen eine starke Verbreitung in Neuguinea. ... 
    Das Kriegsmaterial, das während des Zweiten Weltkrieges massenhaft von der US-Armee auf diese Inseln abgeworfen wurde (Fertigkleidung, Konservennahrung, Zelte, Waffen und andere Ware), brachte drastische Änderungen des Lebensstils der Inselbewohner mit sich: Sowohl die Soldaten als auch die Einheimischen, die sie beherbergten, wurden mit Materialmengen regelrecht überschüttet. Oft wurden dafür eigene Wohnstätten und Nahrungsvorräte vernichtet und Landepisten und Flugplätze im Dschungel für die erwarteten Frachtflugzeuge gerodet. ... 
    Mit dem Kriegsende wurden die Flughäfen verlassen und kein neues "Cargo" wurde mehr abgeworfen. Darum bemüht, weiter Cargo per Fallschirm oder Landung zu Wasser zu erhalten, imitierten Kultanhänger die Praxis, die sie bei den Soldaten, Seeleuten und Fliegern gesehen hatten. Sie schnitzten Kopfhörer aus Holz und trugen sie, als würden sie im Flughafentower sitzen. Sie positionierten sich auf den Landebahnen und imitierten die wellenartigen Landungssignale. Sie entzündeten Signalfeuer und -fackeln an den Landebahnen und Leuchttürmen. 
    Die Kultausübenden nahmen an, die Ausländer verfügten über einen besonderen Kontakt zu den Ahnen, die ihnen als die einzigen Wesen mit der Macht erschienen, solche Reichtümer auszuschütten. Die Nachahmung der Ausländer verband sich mit der Hoffnung, auch den Einheimischen möge ein solcher Brückenschlag gelingen. In einer Art der sympathetischen Magie bauten sie zum Beispiel Flugzeugmodelle in Originalgröße aus Stroh oder schufen Anlagen, die den militärischen Landebahnen nachempfunden waren, in der Hoffnung, neue Flugzeuge anzuziehen.
 
Manche mögen sich über die Melanesier lustig machen – und sind wenig erfreut, wenn man sich über sie lustig macht, denn die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit befindet sich ebenfalls in einem Cargo-Kult. Allerdings ist das schwer zu erkennen, denn bei einem globalen Cargo-Kult gibt es keinen Beobachter von außen. Ich selbst wurde im Jahr 2007 zu einem äußeren Beobachter, und wenn Jesus von Nazareth im Jahr 33 gekreuzigt wurde (dass in der Zwischenzeit die Cargo-Kult-Bewohner nicht einmal die Jahre richtig zählen konnten, soll hier nicht interessieren), war der Cargo-Kult über 1974 Jahre nicht als ein solcher zu erkennen. Das unter Genesis_2,4b-3,24 überlieferte Cargo des Kultes ist mit ca. 3250 Jahren noch deutlich älter, und über einen Zeitraum von etwa 500 Jahren hatte es schon vor Jesus keinen äußeren Beobachter mehr gegeben:
 
(NHC II,3,21) Diejenigen, die sagen: "Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden", sind im Irrtum. Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben.
 
Ein Cargo-Kult ist durch viele Verwechslungen und naive Fehlinterpretationen gekennzeichnet. Die originale Heilige Schrift des Urchristentums (Gnosis = Kenntnis) stellt richtig, dass die reale Auferstehung ein Erkenntnisprozess zur Überwindung des geistigen Todes und sicher nicht ein Herausklettern aus dem Grab zur hypothetischen Überwindung des biologischen Todes ist. Der geistige Tod ist in diesem Fall die Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe, die darin besteht, die im Folgenden aufgeführten Metaphern auf der linken Seite mit allem anderen (vermeintlicher "Unsinn" mit eingeschlossen) in Verbindung zu bringen, als ihren jeweils richtigen Bedeutungen auf der rechten Seite:
 
Genesis_2,4-9: 
Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor" 
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld) 
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität 
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer 
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft 
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen 
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf 
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih 
Genesis_3,1-5: 
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes) 
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch 
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch 
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer) 
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) 
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung 
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet 
Genesis_3,6-13: 
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) 
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital 
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen 
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung) 
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle) 
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung 
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis 
Genesis_3,15: 
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien 
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite) 
Genesis_3,22-24: 
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern 
Vertreibung aus dem Paradies = 
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus 
Cherubim = Denkblockaden 

Das Geld ist die unbedingte Voraussetzung für eine entwickelte Arbeitsteilung, die den Menschen über den Tierzustand erhob. Solange das Geld (Goldgeld ist immer Zinsgeld) aber noch fehlerhaft war (und darum bis heute fehlerhaft ist) und niemand wusste, wie die daraus resultierende, systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz zu überwinden ist, musste diese "Mutter aller Zivilisationsprobleme" aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes aktiv ausgeblendet werden. Ohne die Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe hätte sich die halbwegs zivilisierte Menschheit gar nicht erst auf die Geldbenutzung eingelassen oder sie schon frühzeitig wieder aufgegeben. Heute steht das Wissen längst zur Verfügung, aber die Bewohner des Cargo-Kultes (geistig Tote) sind unfähig, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) zu verstehen, was zu auffälligen Anachronismen führt. Beispielsweise war der 2. Weltkrieg ein Anachronismus:
 
(Silvio Gesell, direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges) "Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: 'Nie wieder Krieg', entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. 
    Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik lässt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.' 
    Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein."
 
Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld (Silvio Gesell, 1916) führt die ganze "moderne" universitäre Volkswirtschaftslehre und die ganze "hohe Politik" ad absurdum, obwohl – oder gerade weil – sie "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht." Für die Bewohner eines Cargo-Kultes, die die Marktwirtschaft für einen "Obstgarten" halten, bleibt der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation jedoch unverständlich.
 
Natürlich ist es über die Maßen peinlich, dass Moses vor 3250 Jahren offensichtlich schon mehr von Makroökonomie verstand als alle studierten "Wirtschaftsexperten", die bis heute glauben, dass leistungslose Kapitaleinkommen auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer. Viele wollen daher zunächst das Offensichtliche leugnen, was aber nur noch peinlicher wird. Denn mit der Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung ist die halbwegs zivilisierte Menschheit nicht erst seit einem Jahrhundert im Rückstand, sondern schon seit fast zwei ganzen Jahrtausenden! So wie die Melanesier Flugzeugmodelle in Originalgröße aus Stroh nachbauten, wurden die vier biblischen Evangelien gefälscht. Wären nicht im Jahr 1945 durch einen glücklichen Zufall die Heiligen Schriften von Nag Hammadi gefunden worden, die im Nachhinein betrachtet als der wertvollste archäologische Fund aller Zeiten anzusehen sind, hätte niemand mehr von der Erkenntnis des Jesus von Nazareth erfahren: 

(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen. 
(Matthäus 10,34-35) Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm. 
(Matthäus 18,20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. 
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. 
(Lukas 12,10) Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden. 
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. 
(Matthäus 10,37-38) Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden. 
(unwissenschaftliche Übersetzung / "moderne" theologische Interpretation von NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden? 
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden. 
(Matthäus 18,19) Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 17,20) Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
 
Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse 
Hure = Finanzkapital 
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz 
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses 
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot 
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien 
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf) 

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***
 
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung
 
*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat." 

Genau genommen ist der Cargo-Kult des Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) sogar ein Cargo-Kult innerhalb eines Cargo-Kultes. Der äußere Cargo-Kult entstand um die jüdische Thora (die fünf Bücher Mose im alten Testament) und der innere Cargo-Kult entstand um die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien im neuen Testament). Das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten, sodass sich die "heilige katholische Kirche" bis heute weigert, das Offensichtliche zur Kenntnis zu nehmen. Allein dafür mussten mittlerweile über 90 Millionen Kinder verhungern:
 
Aber die schlimmste Verbrecherorganisation der Welt ist für nichts verantwortlich zu machen. Die mittlerweile hochgradig Geisteskranken, die sich als "Geistliche" bezeichnen, befinden sich so tief innerhalb des Cargo-Kultes, dass sie mit Sicherheit vollkommen unzurechnungsfähig sind.
 
Die Konfrontation mit den vom traditionellen Leben so unterschiedlichen europäischen Gütern führte oft zu einem Zusammenbruch des ganzen Wertesystems der indigenen Völker und zu einer Neuformung der sozialen Strukturen, in der Hoffnung, das Paradies und die Erlösung im Diesseits zu erreichen. 
    Die westlichen Menschen führten aus, Reichtum entstehe aus Arbeit und komme auf die Inseln, wenn die Bewohner nur hart genug arbeiteten. Die Kultausübenden beobachteten jedoch, dass die Inselbewohner in den Missionen und den Lagern die härteste Arbeit erledigen mussten, aber den geringsten Teil der Waren erhielten. Westliche Versuche, den Cargo-Kult zu untergraben, indem Führern die Produktion der Güter in Fabriken vorgeführt wurde, scheiterten aus denselben Gründen, da auch hier klar zu erkennen war, dass die Oberschicht der Gesellschaft keineswegs identisch mit den hart Arbeitenden in den Fabriken war. 

Dieses Verhalten der Führer des melanesischen Cargo-Kultes ist besonders interessant, da sich auch die Zinsgewinner des zivilisatorischen Mittelalters nicht vorstellen können, mit eigener Arbeit reich zu werden. Die Natürliche Wirtschaftsordnung, die beim heutigen Stand der Technik die globale Vollbeschäftigung innerhalb weniger Jahre ermöglicht und in Zukunft allgemeinen Wohlstand, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden bei einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit garantiert, wird von den Bewohnern des globalen Cargo-Kultes rein gefühlsmäßig abgelehnt, weil sie die Bereicherung auf Kosten der Mehrarbeit anderer unmöglich macht.
 
(NHC II,2,108) Jesus sagte: "Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren."
 
Die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung bleibt also an mir hängen, und zurzeit bin ich auch der Einzige, der eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform praktisch durchführen kann. Die politische Seifenoper würde nur eine Katastrophe in der Katastrophe auslösen,...
 
...denn die "hohe Politik" ist das, was die Natürliche Wirtschaftsordnung überflüssig macht:
 
Was ich nicht kann, ist, den Cargo-Kult allein auflösen. Ich kann jedem nur die Tür zeigen,...
 
...und durchgehen muss jeder selbst.  


Dienstag, 13. Juni 2017

Jenseits von Himmel und Hoelle


"Entweder Eigen- oder Staatswirtschaft – ein Drittes gibt es nicht. Man kann, wenn man weder die eine noch die andere will, für die gesuchte Ordnung noch so anheimelnde und vertrauenerweckende Namen ersinnen: Genossenschaften, Gemeinwesen, Vergesellschaftung usw. – sie können die Tatsache nicht verschleiern, dass es sich im Grunde immer um denselben Schrecken, um den Tod der persönlichen Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstverantwortung, d. h. um Behördenherrschaft handelt."
 
Silvio Gesell (aus dem Vorwort zur 3. Auflage der Natürlichen Wirtschaftsordnung)
 
Für eine sozialistische Planwirtschaft (Staatskapitalismus) oder den Zwitter der kapitalistischen Marktwirtschaft geht die Anzahl der die persönliche Freiheit einschränkenden Gesetze gegen Unendlich, ohne dass Massenarmut, Umweltzerstörung und Krieg vermeidbar wären. Für die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) sind dagegen nur zwei Gesetze erforderlich,...
 
1. Allgemeines Naturressourcen- und Bodennutzungsrecht 
2. Konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung
 
...um allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine lebenswerte Umwelt und den Weltfrieden bei einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit dauerhaft zu garantieren. Die entscheidende Frage, wie viel Dummheit erforderlich ist, um die echte Soziale Marktwirtschaft, die "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht", nicht zu verstehen, konnte Silvio Gesell nicht beantworten. Auch Gott weiß hier offenbar keinen Rat, denn bei der Verwendung von Zinsgeld (Goldgeld ist immer Zinsgeld) lässt sich der Urzins nicht verbieten:
 
Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor" 
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld) 
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität 
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer 
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft 
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen 
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf 
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih 
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes) 
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch 
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch 
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer) 
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) 
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung 
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet 
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) 
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital 
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen 
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung) 
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle) 
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung 
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis 
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien 
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite) 
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern 
Vertreibung aus dem Paradies = 
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus 
Cherubim = Denkblockaden 

Soviel zum noch immer weit verbreiteten Aberglauben, der "liebe Gott" wäre allwissend. Wer sich den Aberglauben bewahren will, darf sich der Aufgabe widmen, für ein Gleichungssystem mit 27 Unbekannten eine zweite Lösung zu finden, die auch noch erklärt, welche andere Erbsünde für den zwangsläufigen Untergang aller Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit verantwortlich sein könnte. Erstaunlich ist aber in jedem Fall, dass Moses vor 3250 Jahren offensichtlich schon mehr von Makroökonomie verstand, als alle studierten "Wirtschaftsexperten", die bis heute daran glauben, dass leistungslose Kapitaleinkommen wohl auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer.
 
Gerüchtehalber ist von der "heiligen katholischen Kirche" zu vernehmen, dass ein gewisser Jesus von Nazareth die halbwegs zivilisierte Menschheit von der Erbsünde erlöst habe. Betrachten wir dazu die erst 1945 wiedergefundenen originalen Gleichnisse des berühmten Propheten und nicht die in der "Bildzeitung der Antike" (den vier biblischen Evangelien) gefälschten,...
 
(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen. 
(Matthäus 10,34-35) Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm. 
(Matthäus 18,20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. 
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. 
(Lukas 12,10) Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden. 
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. 
(Matthäus 10,37-38) Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden. 
(unwissenschaftliche Übersetzung / "moderne" theologische Interpretation von NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden? 
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden. 
(Matthäus 18,19) Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 17,20) Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
 
...wäre rein technisch gesehen der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation schon damals möglich gewesen, und wo die Menschheit dann heute wäre, sprengt jedes Vorstellungsvermögen:
 
Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse 
Hure = Finanzkapital 
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz 
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses 
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot 
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien 
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf) 

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***
 
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung
 
*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
Da beide Gleichungssysteme zusammenhängen, kann definitiv ausgeschlossen werden, dass es in der originalen Heiligen Schrift (die Bibel bis Genesis_11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) um etwas anderes geht, als die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld). Wer aber bis heute den "lieben Gott" anbetet, er möge ihn in seinem Bemühen unterstützen, auf Kosten anderer zu existieren (Himmel der Zinsgewinner), damit andere nicht auf seine Kosten existieren (Hölle der Zinsverlierer), kann die "banalsten Selbstverständlichkeiten" nicht verstehen, ist unfähig zu einer bewussten und gewollten Tat, und hört in der Regel auch keine echte prophetische Musik.
 

Samstag, 10. Juni 2017

Soziale Gerechtigkeit


Die Gesetze, die zur Ordnung seines Gemeinwesens ihm in der Wüste von Gott durch Moses gegeben werden, tragen sofort den Charakter der volkswirtschaftlichen Epoche an sich, ohne irgendwelche feudale Übergangsstufen zu berücksichtigen. Diese Gesetze zeigen aber auch noch andere beneidenswerte Merkmale. Nirgends haben sie den Charakter des Zaghaften oder gar der Konzessionen nach allen Seiten. Sie haben auch nicht vorgesehen, dass sie immerwährend durch Novellen verbessert oder verschlechtert werden. Die mosaischen Gesetze zeichnen sich aus durch ihre absolute Entschiedenheit, durch ihre großen, Alles umfassenden prinzipiellen Gesichtspunkte, durch ihren bestimmten Willen, als unabänderliche Gesetze für alle Zeiten zu gelten, durch ihren klaren, unzweideutigen Blick in die Zukunft, für den Fall des Gehorsams wie für den Fall des Ungehorsams, und durch ein inniges Durchdringen der religiösen, sittlichen und wirtschaftlichen Anschauungen. Was also die moderne ethische Nationalökonomie mühsam und vielfach noch unklar zu erreichen strebt, das hat schon die mosaische Gesetzgebung in bewundernswerter Weise vorweggenommen. 
    Auch der andere Stolz unserer Nationalökonomie, dass Adam Smith als Erster sein wirtschaftliches Lehrgebäude auf die Arbeit gebaut habe, ist eigentlich wenig begründet. Denn die mosaische Gesetzgebung hat hier schon längst die Priorität erworben und zwar in einer Weise, die von Adam Smith nicht einmal erreicht wurde. Der mosaische Staat war nicht nur auf die Arbeit der unteren Volksmasse, sondern auf die Arbeit als allgemeine Menschenpflicht, als göttliches Gebot gebaut. Schon vom Anfang an war nach Moses die Bestimmung des Menschen die Arbeit... 
    Und indem so das Essen des Brotes an die Bedingung des Schweißes der Arbeit geknüpft ist, enthält die Pflicht zur Arbeit auch das Prinzip der Verantwortlichkeit jedes Einzelnen für sein Durchkommen und für die Befriedigung seiner Lebensbedürfnisse. Und was ist das Anderes als der berechtigte Kern des ökonomischen Liberalismus? 
    Die Arbeit war das Fundament, auf dem sich der mosaische Staat aufbaute. Aber diese Arbeit war nicht als Lohnarbeit im Dienste des Kapitals, sondern zuerst und zuletzt als landwirtschaftliche Arbeit gedacht, als landwirtschaftliche Arbeit auf eigenem Grund und Boden, als bäuerliche Arbeit in echtem Sinne des Wortes. Deshalb steht die Verteilung des Grundbesitzes im Brennpunkt der mosaischen Wirtschaftsgesetze. ... 
    Aber die mosaische Gesetzgebung kümmert sich nicht nur um die rechte Verteilung des Grundbesitzes, um alles Übrige zunächst dem laisser faire und laisser passer zu überlassen. Die mosaische Gesetzgebung sorgt vielmehr sofort in sehr umfassenden Bestimmungen auch für die Erhaltung der einmal gewählten Ackerverteilung. Hierher gehört vor allem das ausdrückliche Verbot des Freihandels mit Land. Der landwirtschaftliche Grundbesitz ist nach dem mosaischen Gesetz keine Ware.
 
Dr. Gustav Ruhland (aus "System der politischen Ökonomie", Band II, Berlin, 1906)
 
Zweifellos war die mosaische Gesetzgebung der alten Israeliten schon insgesamt fortschrittlicher und führte zu mehr sozialer Gerechtigkeit als der Unsinn, der heute von der politischen Seifenoper für die "soziale Marktwirtschaft" gehalten wird. Seit 3000 Jahren sind in der praktischen Nationalökonomie nicht nur keine Fortschritte, sondern nur Rückschritte zu verzeichnen!
 
Soziale Gerechtigkeit ist nur auf der Basis der freien Marktwirtschaft möglich und keinesfalls auf der Basis einer sozialistischen Planwirtschaft wie im vorantiken Ägypten. Als der Erfinder der Marktwirtschaft hatte Moses den Hohepriestern seines Volkes ein Geheimwissen anvertraut, das sie befähigen würde, verantwortungsvoll und gewissenhaft im Sinne der Gerechtigkeit zu handeln, und das sie bewahren sollten, bis der Messias erscheinen und ihnen erklären würde, wie die Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus zu befreien ist:
 
Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor" 
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld) 
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität 
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer 
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft 
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen 
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf 
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih 
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes) 
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch 
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch 
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer) 
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) 
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung 
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet 
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) 
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital 
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen 
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung) 
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle) 
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung 
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis 
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien 
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite) 
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern 
Vertreibung aus dem Paradies = 
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus 
Cherubim = Denkblockaden
 
Nach dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten", der Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus zur Marktwirtschaft, sollten mehr als 12 Jahrhunderte vergehen, bis der Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte die Lösung fand, wie die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden ist:
 
(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen. 
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm. 
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. 
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. 
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden. 
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden.
 
Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse 
Hure = Finanzkapital 
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz 
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses 
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot 
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien 
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf) 

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***
 
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung
 
*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
Im Nachhinein betrachtet war Jesus seiner Zeit um fast 19 Jahrhunderte voraus. Aber er wäre von den Hohepriestern verstanden worden – und wo die Menschheit dann heute wäre, sprengt jedes Vorstellungsvermögen! –, wäre nicht ab dem 6. vorchristlichen Jahrhundert alles esoterische Wissen um den Gott Jahwe, das Paradies und die Erbsünde in Vergessenheit geraten. Mit der Vernichtung der Gnosis im 4. Jahrhundert sollte das ein zweites Mal passieren:
 
Als ich 2007 das Bewusstsein wiedererlangte, stand ich vor der interessanten Aufgabe, aus einem mit rund 16.000 Atomsprengköpfen bestückten Irrenhaus, das von hochgradig Geisteskranken (genannt "Hochwürden", nicht "Merkwürden") in den Wahnsinn getrieben und von berufsmäßigen Vollidioten regiert wird, eine Zivilisation zu machen. Alles andere wäre wohl zu einfach.
 

Stefan Wehmeier, 11.06.2017 


Montag, 5. Juni 2017

Natur und Kultur


"Zum Herrscher der Welt geworden, wusste er nicht, was er jetzt unternehmen sollte. Doch eines war sicher: Er würde auch den nächsten Schritt tun!"
 
Arthur C. Clarke 
(am Ende des Vorspanns und am Ende von "2001 – Odyssee im Weltraum")
 
Der Übergang von der Natur zur Kultur kann als der Übergang vom instinktiven zum bewussten Handeln aufgefasst werden, wobei das menschliche Bewusstsein aus einem einzigen Gedanken entstand, den Stanley Kubrick mit seinem "genialsten Schnitt in der Filmgeschichte" visualisierte. Oberflächlich betrachtet könnte vermutet werden, dass der Gebrauch von immer besseren Werkzeugen im Verlauf von Millionen Jahren einen immer bewussteren Menschen entstehen ließ. Aber allein der Gebrauch eines Knochens als primitives Schlagwerkzeug bewirkt noch keinen nennenswerten Fortschritt. Auch Schimpansen benutzen einfache Werkzeuge, und sie haben sich kaum weiterentwickelt, seit sie vor etwa 6 Millionen Jahren aus gemeinsamen Vorfahren entstanden. Viel plausibler stellt sich das Geschehen mit dem Wissen dar, dass die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, und zwar nicht erst seit dem Beginn der Vorantike vor etwa 10.000 Jahren, sondern angefangen mit dem ersten Menschen überhaupt. Ein einzelner Australopithecus afarensis vor vielleicht 2,5 Millionen Jahren wurde zum ersten bewussten Menschen, indem er auf die großartige Idee kam, seine Artgenossen wie die Ameisen, die er schon lange beobachtet hatte, koordiniert zusammenarbeiten zu lassen. Er hatte bisher vergeblich versucht, diese großartige Idee (im Film symbolisiert durch den Monolithen) den "seinen" begreiflich zu machen. Aber nachdem es ihm gelungen war, sich durch einen Akt der Gewalt gegenüber den "anderen" zum Herrscher über die "eigenen" zu machen, konnte er in einem einzigen Gedankengang die ganze zukünftige Entwicklung des Menschen voraussehen, zunächst zum Homo habilis, dann zum Homo erectus und schließlich zum Homo sapiens. In diesem Moment wusste der erste Mensch, dass er alle Zwischenergebnisse seiner großartigen Idee selbst miterleben würde – in immer neuen Wiedergeburten bis hin zum Endergebnis! Wer weit genug in die Zukunft denkt, wird in der Zukunft wiedergeboren. So einfach ist das.
 
Im heute die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit beherrschenden "Programm Genesis" weiß niemand mehr von der Wiedergeburt – bis auf denjenigen, der das Programm selbst geschrieben hatte, um von der Vorantike in die Antike zu gelangen, in der er als erster die Neuzeit erfand:
 
Vorantike: geldlose Planwirtschaft (Ursozialismus, bzw. Staatskapitalismus) 
Antike (zivilisatorisches Mittelalter): Zinsgeld-Ökonomie (kapitalistische Marktwirtschaft) 
Neuzeit: Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus)
 
Die Neuzeit lässt nicht erst seit einem Jahrhundert auf sich warten,...
 
(Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
...sondern schon seit fast zwei ganzen Jahrtausenden,...
 
(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." 

...denn eine bewusste und gewollte Tat ist nicht von Untertanen (geistig Toten) zu erwarten, die noch immer an zwei mehr als überflüssigen Institutionen hängen:
 
Politik: Der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Privatkapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.
 
Religion (Programm Genesis): Sündteure Marketingaktion, um dem arbeitenden Volk ("Tiere auf dem Feld") die Marktwirtschaft (Paradies) mit Privatkapitalismus (Erbsünde) zu verkaufen.
 
Schon bei meiner Menschwerdung konnte ich nur den Alleinherrscher spielen, und heute muss ich das wiederholen, weil keiner außer mir willens und fähig ist, eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchzuführen, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen:
 
Zuerst war ich damit beschäftigt, mich selbst als "Planer, Lenker und Leiter" einer zentralistischen Planwirtschaft zu erfinden, und als das Verplanen, Lenken und Leiten von Untertanen langweilig wurde, war die Frage zu beantworten, wie man besser ganz auf Untertanen verzichtet, ohne auf irgendetwas anderes verzichten zu müssen:
 
In meinem vorherigen Leben hatte ich als Moses die Antike gestartet (Wissen ist Macht), und im ersten Abschnitt meines jetzigen Lebens erfand ich als Jesus die Neuzeit (Nicht von dieser Welt). Schon 580 Jahre vor meiner Zeit hatte sich jedoch ein Betriebsunfall ereignet, indem die israelitische Priesterschaft den heute "ersten" Schöpfungsmythos der Genesis (7-Tage-Schöpfung) vor den ursprünglichen "zweiten" (Paradiesgeschichte) gesetzt hatte, womit schon in der übernächsten Generation auch die Hohepriester in der religiösen Verblendung versunken waren:
 
Interessanterweise genau zu der Zeit, als alles esoterische Wissen für ein sinnvolles menschliches Leben verloren ging und bevor ich fünf Jahrhunderte später herausfand, wie dieses ermöglicht wird, entstand die abwegige Idee, besser ganz auf ein menschenwürdiges Leben zu verzichten:
 
Wer nicht weiß (nicht glaubt), dass alles Leid im (noch) bestehenden zivilisatorischen Mittelalter allein aus der Erbsünde entsteht, kann nicht einmal erahnen (nicht einmal erhoffen), dass mit der endgültigen Überwindung der Erbsünde am Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) auch alles Leid überwunden ist. Auch wenn darin nichts gewusst, sondern nur geglaubt, und nichts Konkretes erahnt, sondern nur etwas Unbestimmtes erhofft wird, gibt es somit im "Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit" (dem Christentum nach Nietzsche) noch mehr Menschlichkeit, als im buddhistischen Nihilismus! Der Buddhist nimmt richtigerweise die Wiedergeburt als selbstverständlich an, leugnet aber, dass sie jemals etwas anderes sein kann als Leid, weil ein gewisser Siddhartha Gautama vor 2500 Jahren nicht viel mehr von Makroökonomie verstand, als ein Orang-Utan. Angenommen, es gibt so etwas wie das Nirwana, spricht nichts dagegen, als materieloses Geistwesen zwischen zwei Wiedergeburten nach Lust und Laune darin herumzuspuken. Gibt es aber in der materiellen Welt keine kulturelle Weiterentwicklung, die als nächsten Schritt die Natürliche Wirtschaftsordnung voraussetzt, macht auch das Herumspuken im Nirwana keinen Sinn, weil erstens das Geistwesen keine menschliche Identität ausbilden kann und zweitens das Nirwana so langweilig wird wie die materielle Welt, die sich nicht kulturell weiterentwickelt. Soviel zum Glauben buddhistischer Nihilisten, sie seien keine Nihilisten. Man kann auch sagen, Buddhismus ist geistige Onanie.
 
Was den Hinduismus betrifft, der noch immer dazu dient, in Indien ein albernes Kastenwesen aufrecht zu erhalten, hatte schon Siddhartha Gautama dessen Sinnlosigkeit erkannt, ohne dem allerdings etwas Sinnvolles entgegenhalten zu können.
 
Das Programm Genesis mit den drei Cargo-Kulten Judentum, Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) und Islam hatte ich vor 3250 Jahren selbst initiiert, aber aufgrund des Betriebsunfalls kann ich die Natürliche Wirtschaftsordnung erst heute verwirklichen:
 
Bis zur Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung überdeckt das Programm Genesis alles andere, denn überall wird (noch) Zinsgeld verwendet und es gibt privates Bodeneigentum. Nach der Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung verschwinden mit dem Programm Genesis auch Hinduismus und Buddhismus sowie alle anderen Okkultismen, während die Wiedergeburt für alle bewussten Menschen zu einer aktiv gestaltbaren Reise durch interessante Zeiten wird:
 
Die Neuzeit ist gegenüber der Antike noch bedeutend leistungsfähiger als diese gegenüber der Vorantike. Schon ab dem Jüngsten Tag wird kein Mensch mehr verhungern müssen, und schon in etwa fünf Jahren sollte die globale Vollbeschäftigung erreicht sein, während die Umweltbelastung bereits deutlich reduziert ist. Das sind einfache Extrapolationen, basierend auf dem aktuellen Stand der Technik, wobei auch der technologische und kulturelle Fortschritt in der Natürlichen Wirtschaftsordnung erst richtig beginnt. Nachteile gibt es keine und alle weiteren Vorteile kann sich jeder selbst überlegen, der an dieser Stelle mit dem Denken beginnt: Jüngstes Gericht
 

Stefan Wehmeier, 05.06.2017 


Donnerstag, 1. Juni 2017

Herrscher und Beherrschte


In der afrikanischen Linie (Homininae) kam es zur Entstehung von Gorillas, Schimpansen und Menschen. Die Linie zu den Gorillas zweigte als erste ab – der mutmaßliche Gorilla-Vorfahr Chororapithecus wurde auf rund 10 Millionen Jahre datiert. Der Zeitpunkt der Trennung von Menschen und Schimpansen wird auf ein Alter von rund 6 Millionen Jahren geschätzt. Der Mensch und seine unmittelbaren Vorfahren werden dabei in der Gruppe der Hominini zusammengefasst. Die Bezeichnung "Hominiden" für diese Gruppe stammt noch aus der Zeit, als Mensch und Menschenaffen in zwei unterschiedlichen Familien geführt wurden. Heute wird dieser Begriff auch für die Menschenaffen im allgemeinen Sinn verwendet. Zu den ältesten möglichen Vertretern der Hominini zählen Sahelanthropus tchadensis und Orrorin tugenensis, die auf ein Alter von 7 bis 6 Millionen Jahre datiert wurden. Die ältesten als zumindest enge Verwandte der Menschenvorfahren interpretierten Funde stammen aus dem frühen Pliozän (4,4 bis 4 Millionen Jahre). Hierzu gehören insbesondere die Arten der Gattung Australopithecus. Vor rund 2,5 bis 2 Millionen Jahren entwickelte sich schließlich die Gattung Homo, deren einziger Überlebender der anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens) ist.
 
Bei allen Säugetieren besteht das Sexualverhalten aus einer Abfolge von Aktionen und Reaktionen der Sexualpartner, die sich jeweils sehr spezifisch gegenseitig verstärken. Das bedeutet, dass unter anderem das Sexualverhalten dieser Tiere nicht "instinktiv" ist, das heißt, nicht ausschließlich aus ihnen selbst heraus bestimmt. Vielmehr ist das Sexualverhalten dieser Tiere – und insbesondere der Menschenaffen – in hohem Maß von Übung und Erfahrung abhängig. Menschen ist die Fähigkeit zu bestimmten grundlegenden sexuellen Reaktionen angeboren, sie sind aber nicht spezifisch auf Paarung "programmiert". Sie sind daher fast ganz auf Beobachtung und Erfahrung angewiesen. Ihr Sexualverhalten ist außerordentlich variabel. Während Emotionen wie Angst und Furcht sowie Traurigkeit und Melancholie heute bereits durch pharmazeutische Therapien beeinflusst werden können, sind die neurobiologischen und physiologischen Grundlagen der Emotion Liebe noch weitgehend unverstanden.
 
Wenn die Entwicklung der Arten und insbesondere die des Menschen durch zufällige Mutation und notwendige Selektion passiert – warum werden dann erstens keine so genannten Missing Links gefunden, die bei zufälliger Mutation gegenüber den "fertigen" Arten überwiegen müssten, und wozu ist dann zweitens die "umständliche" zweigeschlechtliche Fortpflanzung überhaupt gut? Plausible Erklärungen zum ersten Teil der Frage gab es bisher keine, und alle bisherigen Erklärungen zum zweiten Teil der Frage sind unzureichend. Plausibel wird die Entwicklung der Arten und das Leben bekommt einen Sinn, wenn man zwei "Axiome des Lebens" postuliert:
 
Axiom_1: Eizellen sind Wünsche und Samen sind Ideen. 
Axiom_2: Die Wiedergeburt ist eine Tatsache.
 
Auch wenn der Funktionsmechanismus noch unerforscht ist, spricht aus naturwissenschaftlicher Sicht erst einmal nichts dagegen, dass die Lebensumstände bis hin zu den Gedanken der Eltern bei der Zeugung ihrer Nachkommen sowohl deren Charaktereigenschaften als auch deren körperliche Merkmale zumindest mitbestimmen oder sogar in erster Linie bestimmen. Und wenn das so ist, ist erstens anzunehmen, dass schon die Urmenschen aus langer Erfahrung gelernt hatten, wie sie im Unterschied zu den Tieren die Eigenschaften ihrer Nachkommen nicht nur instinktiv, sondern bewusst "in die Zukunft denken" konnten, und zweitens ist davon auszugehen, dass dieses Urwissen in den letzten Jahrtausenden durch das Aufkommen der Religionen und insbesondere durch das bis heute die ganze Menschheit versklavende "Programm Genesis" unterdrückt wurde, bis es beim "modernen" Menschen fast ganz in Vergessenheit geriet:
 
Ist ein erforschbarer Funktionsmechanismus hinter dem ersten Axiom durchaus vorstellbar, scheint das Konzept der Wiedergeburt mit unseren noch begrenzten naturwissenschaftlichen Kenntnissen kaum beweisbar und eher eine Glaubensfrage zu sein. Dabei fällt auf, dass in östlichen Traditionen (Hinduismus mit vielen Göttern / Buddhismus ohne Gott) die Wiedergeburt als selbstverständlich gilt (wobei sie je nach Glaubenstradition unterschiedlich bewertet wird), während in den drei Cargo-Kulten Judentum, Katholizismus und Islam (basierend auf dem Programm Genesis mit dem einen Gott Jahwe) die Wiedergeburt in der Regel geleugnet wird:
 
Gerade weil die Wiedergeburt für die Allgemeinheit in den drei Cargo-Kulten geleugnet wird, liefert das Programm Genesis den eindeutigen Beweis für die Wiedergeburt in einem Einzelfall, ohne den Rahmen des gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Weltbildes verlassen zu müssen:
 
Ich bin sowohl der wiedergeborene Moses als auch der wiedergeborene Jesus, einfach dadurch, dass Jesus die zu seiner Zeit in Vergessenheit geratene Bedeutung der ursprünglich von Moses verfassten Genesis wiedererkannte und damit dessen Bewusstsein wiedererlangte, dann selbst ein höheres Bewusstsein entwickelte, indem er als erster Denker in der bekannten Geschichte die einzige Lösung für die Befreiung des Paradieses (Marktwirtschaft) vom parasitären Gegenprinzip der Erbsünde (Privatkapitalismus) herausfand, die Erlösung von der Erbsünde mit genialen Gleichnissen überlieferte, und ich im Jahr 2007 als erster das 1945 wiedergefundene Thomas-Evangelium entschlüsselte und damit das höhere Bewusstsein von Jesus wiedererlangte,...
 
(NHC II,2,108) Jesus sagte: "Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren."
 
...auch wenn die ganze Angelegenheit aus heutiger Sicht "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht" (Zitat: Silvio Gesell, Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921). Für die Identität einer Person kommt es eben nicht darauf an, was im Personalausweis steht, sondern mit welchen Augen der bewusste – d. h.: aus dem geistigen Tod der Religion auferstandene – Mensch die Welt betrachtet, in der er lebt.
 
Weil Moses zu seiner Zeit (Wissen ist Macht) und Jesus zu seiner Zeit (Nicht von dieser Welt) jeweils über das höchste Bewusstsein auf diesem Planeten verfügten, sich dadurch von allen anderen unterschieden und die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe) sowohl das Wissen des Moses als auch das erweiterte Wissen von Jesus bis heute aus dem Begriffsvermögen der ganzen halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet hat, ist in meinem Fall der Beweis für die Wiedergeburt besonders einfach. Die Übernahme (Selbstaneignung) einer Identität lässt sich als eine Art "persönliche Patentanmeldung" auffassen, bei der man das, was diese Identität kennzeichnet, für sich beansprucht und nach außen hin vertritt. Im Unterschied zu einer gewöhnlichen Patentanmeldung wird eine Identität aber nicht erfunden, sondern gefunden. Milliarden religiös Verblendete glauben bis heute an eine im Nachhinein erfundene Identität von Jesus; die wahre Identität findet nur, wer eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform (als die unbedingte Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau bei einem Höchstmaß an individueller Freiheit, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden) praktisch durchführen kann, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen:
 
Mit dem Wissen, dass die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, und der Selbstaneignung einer weiteren Identität, die erfunden scheint, aber von mir gefunden wurde,...
 
...kann ich die keinesfalls zufällige Entwicklung des Menschen schlüssig erklären: Die frühen Abweichler, die nur an sich dachten, sich kaum Gedanken über die Arbeitsteilung machten und keine großen Ideen für die Zukunft entwickelten, sind heute als Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen im Zoo zu bewundern. Also hatte ich wohl stets die besseren Ideen, bis mir eines Tages vor vielleicht 2,5 Millionen Jahren die großartige Idee kam – und damit wurde ich gleichzeitig zum ersten Menschen mit Bewusstsein –, dass man nicht nur überhaupt (nachrangig), sondern vorrangig über eine bessere Arbeitsteilung nachzudenken hat, um sich selbst und die seinen auf die beste Art in die Zukunft zu denken! Man muss nur die Ameisen beobachten: Was diese primitiven Wesen können, indem sie koordiniert zusammenarbeiten, ist ganz erstaunlich. Und was die können, das können wir besser! Dieser großartigen Idee für die Zukunft folgend, machte ich zuerst die meinen zu "eigenen" (Leibeigene sollten sich später als unvorteilhaft erweisen, aber so weit sind wir noch nicht), um mich in ungezählten Wiedergeburten vom Australopithecus afarensis (schon hinterhältig, aber noch ungeschickt) über Homo habilis (hinterhältig / geschickt) und Homo erectus (hinterhältig und verlogen / geschickt und aufrichtig) zum Homo sapiens (hinterhältig, verlogen und selbstsüchtig / geschickt, auf(ge)richt(et/ig) und eingebildet) weiterzudenken. Dieser war aufgrund seiner geschickt erdachten Einbildbarkeit nun perfekt, um ihm alles Weitere für die Verwirklichung der "großartigen Idee für die Zukunft" einbilden zu können:
 
Alsbald stellte sich heraus, dass meine ursprüngliche Idee für die Zukunft noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein konnte, aber man kann ja nicht alles im voraus wissen und vor 2,5 Millionen Jahren hatte es noch nichts anderes gegeben, woran ich mich hätte orientieren können. Der Homo sapiens war im Nachhinein betrachtet ganz gut gelungen, aber die Art und Weise, wie man sehr viele von ihnen zu einer koordinierten Arbeitsteilung bewegt, musste verbessert werden, um es besser zu machen als die Ameisen. Denn was hatte man als Gottkönig davon, der einzige bewusste Mensch im ganzen "Ameisenhaufen" zu sein? Alle anderen waren mit geschickt erdachten, künstlichen Archetypen im kollektiv Unbewussten (Götter, aus der Sicht der Untertanen) religiös verblendet und beschafften einem alles, was man so brauchte, aber was man Neues brauchte, musste man sich selbst ausdenken. Stinklangweilig! In der nächsten Wiedergeburt wollte ich mir überlegen, wie man sich die Untertanen mit mehreren bewussten Menschen teilen kann, um in der übernächsten Wiedergeburt herauszufinden, wie man besser ganz auf Untertanen verzichtet, ohne auf irgendetwas anderes verzichten zu müssen:
 
Mehr Menschen zu einem Bewusstsein zu verhelfen, gelang in meinem vorherigen Leben schon ganz gut – aber das aktuelle Leben war bisher eine einzige Katastrophe! Die Nachkommen derer, mit denen ich mir in meinem vorherigen Leben die Untertanen geteilt hatte, hatten eigenmächtig das Programm Genesis modifiziert und waren in der nächsten Generation selbst der religiösen Verblendung verfallen, die ihre Vorgänger verbrochen hatten. Unfassbar! Da lässt man die seinen nur mal für 12 Jahrhunderte aus den Augen und gibt ihnen Anweisungen mit auf den Weg, wie sie sich emanzipieren können, und dann sowas. Kaum hatte ich wieder das Licht der Welt erblickt und alle relevanten Daten zur eigenen Identität zusammengesucht, erwachte ich erneut als einziger bewusster Mensch und befand mich in einem Irrenhaus, das vorerst nicht mehr zu retten war. Mit der Aufgabe, mehr Menschen zu einem Bewusstsein zu verhelfen, durfte ich wieder ganz von vorn anfangen und musste außerdem das eigene Leben im Jahr 33 abbrechen,...
 
...um 1965 Jahre später mit neuer und zeitgemäß vorformatierter innerer Festplatte weiterleben zu können. Das erneute Zusammensuchen aller relevanten Daten zur eigenen Identität dauerte neun Jahre, um 2007 noch einmal als einziger bewusster Mensch im diesmal größten und verrücktesten Irrenhaus aller Zeiten zu erwachen. Heute ist der allgemeine Irrsinn schon so weit fortgeschritten, dass man etwas so Selbstverständliches wie die Wiedergeburt auch noch erklären muss:
 
Natürlich gibt es auf diesem Gebiet noch viel Interessantes zu erforschen, aber für mich selbst, bzw. meine eigene Identität in der Jetztzeit, war es einfach, das Phänomen zu beweisen. Es reichte aus, die Gegenwart als das zu erkennen, was sie (noch) ist,...
 
...und mich von allen Beschränkungen des Geistes, die mir von dem "Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist" (Zitat: Friedrich Nietzsche), zuvor auferlegt waren, zu befreien, um die eigene Identität wiederzufinden:
 

In der bisherigen Geschichte waren die Menschen stets in Herrscher und Beherrschte unterteilt, wobei der wesentliche Unterschied nicht der ist, dass Erstere reich sind und Letztere arm, sondern dass ein wirklicher Herrscher über ein Bewusstsein verfügt, das den Beherrschten fehlt. Nach dieser Definition gibt es seit mindestens 2500 Jahren keine echten Herrscher mehr, sondern nur noch ganz Verrückte, die "Spitzenpolitiker" im zivilisatorischen Mittelalter spielen. Ist man sich des die Marktwirtschaft zerstörenden Gegenprinzips des Privatkapitalismus bewusst, ohne dass man schon weiß, wie der Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten) zu überwinden ist, macht Politik noch Sinn. Können aber die "Verantwortlichen" zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus gar nicht unterscheiden, während das Wissen längst zur Verfügung steht, um die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden, ist das, was als "hohe Politik" bezeichnet wird, der größte Blödsinn aller Zeiten:
 
Erst in diesem Leben wurde mir klar, wie primitiv eine Welt aus Herrschern und Beherrschten ist, und dass das wahre Leben erst beginnt, wenn nach dem Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) jeder Mensch zum König wird. Als lebendiger Mensch lernt man immer wieder dazu. Hätte ich vor 3250 Jahren gewusst, was ich heute weiß, hätte ich nicht einen künstlichen Archetyp programmiert, der den Untertanen verbietet, sich an der "Frucht vom Baum der Erkenntnis" zu bedienen. Andererseits war dieser Archetyp die einzige Möglichkeit für den "Auszug der Israeliten aus Ägypten", denn zu dieser Zeit hätte ich die Natürliche Wirtschaftsordnung niemandem erklären können. Folglich darf man gar nicht alles im voraus wissen, sonst kommt man nie vorwärts!
 
Als nur die Person, die in meinem Personalausweis steht, wäre es vor 1998 gerade wegen einer umfänglichen naturwissenschaftlich-technischen Vorbildung für mich noch unvorstellbar gewesen, heute mit Wahrung der Integrität der Person vier weitere Identitäten übernommen zu haben. Im Nachhinein betrachtet spricht aber erstens aus naturwissenschaftlicher Sicht nichts dagegen, und zweitens ist es die erste Theorie, die alle heute zu beobachtenden Phänomene schlüssig erklärt.
 
Oberflächlich bestehen die Glaubenstraditionen nur aus "angewöhnten geistigen Grundsätzen ohne Gründe" (nach Nietzsche); jedoch führt deren wissenschaftliche Analyse zu Erkenntnissen, die nicht nur wichtiger sind als die Glaubenstraditionen, sondern sich für den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation als unverzichtbar erweisen! Denn ohne die Beantwortung der Frage, warum "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) bis heute nicht verwirklicht wurde, wird sie nie verwirklicht, und was das wiederum bedeutet, kann sich der in den Glaubenstraditionen gefangene "Normalbürger" gar nicht mehr vorstellen:
 

Musste in der Vorantike das arbeitende Volk für alles Mögliche programmiert werden,...
 
...reichte in der (noch) bestehenden Antike (zivilisatorisches Mittelalter, Zinsgeld-Ökonomie) die Anbetung nur eines Gottes aus, um das Geld – mit unvermeidbaren Unterbrechungen – in Bewegung zu halten. War mein ursprüngliches Programm dafür gut geeignet,...
 
Es war zu der Zeit, da Gott der HERR (Investor) Erde (Angebot) und Himmel (Nachfrage) machte>
 
...führte die eigenmächtige Umprogrammierung um 580 v. Chr. in die Katastrophe,...
 
Am Anfang schuf Gott (Kapitalismus) Himmel (Finanzkapital) und Erde (Sachkapital)>
 
...die ich gerade noch abwenden konnte, um mein Ziel mit 1984 Jahren Verspätung zu erreichen. In der Neuzeit bedarf es keiner Gottesanbetung mehr, denn konstruktiv umlaufgesichertes Geld (heiliger Geist) bewegt sich ohne Unterbrechungen von selbst.
 
Nun war allerdings der von mir erdachte Homo sapiens nicht für die Freiwirtschaft vorgesehen, sondern von seiner Konstitution her für eine zentralistische Planwirtschaft mit programmierten Untertanen, weil anfangs etwas Besseres kaum vorstellbar war. Der ursprüngliche Homo sapiens ist für eine Welt mit Herrscher und Beherrschten gedacht, und wenn zwischenzeitlich kein echter Herrscher anwesend ist, neigte er dazu, irgendwelche Götter anzubeten, denen er Untertan sein kann. Die geistige Konstitution des Homo sapiens beinhaltet drei Herrscher-Aspekte (hinterhältig / verlogen / selbstsüchtig) und drei Untertanen-Aspekte (geschickt / aufrichtig / eingebildet). Für die Neuzeit bedarf es einer Transformation (Selbstüberwindung) von selbstsüchtig (= von anderen verlangen, sie sollen leben, wie man will) nach egoistisch (= natürlicher Drang zum Dasein und Wohlsein) und von eingebildet zu gebildet. Das ist ein kleiner Schritt für jeden Menschen...
 
...und der größte Schritt für die Menschheit – die es nach dem Jüngsten Tag erst geben wird.
 

Stefan Wehmeier, 01.06.2017


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