Mittwoch, 19. November 2014

Meinung und Wissen



"Unsere Meinungen: Die Haut, in der wir gesehen werden wollen."

Friedrich Nietzsche (bedeutendster Philosoph des einstigen Volkes der Dichter und Denker)

Wer anderer Meinung ist, hat Nietzsche noch nicht verstanden; wer derselben Meinung ist, ohne Nietzsche verstanden zu haben, hat das Zitat noch nicht verstanden. Und wenn das deutsche Volk heute nicht mehr das Volk der Dichter und Denker ist, heißt das nicht, dass es keine Dichter und Denker mehr gibt, sondern dass das Volk zu dumm geworden ist, die Dichter und Denker noch zu verstehen.

Dummheit entsteht aus einer Störung der Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung. Anders formuliert: Dummheit entsteht, wenn sie bezahlt wird. Zur Verdeutlichung: In der Sozialen Marktwirtschaft (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) wird Dummheit nicht bezahlt, es gibt also keine Dummheit; in der kapitalistischen Marktwirtschaft (von den Allerdümmsten bisher erfolgreich als "soziale Marktwirtschaft" dem Volk verkauft) wird immer mehr für Dummheit bezahlt, bis das Volk nicht einmal mehr die Allerdümmsten durchschaut; und in einer sozialistischen Planwirtschaft (Staatskapitalismus) wird nur für Dummheit bezahlt, sodass noch der Bau einer Mauer erforderlich wird, damit alle Dichter und Denker nicht fluchtartig das Land verlassen. Aus der Dummheit entstehen wiederum Massenarmut, Umweltzerstörung, Kriminalität, Terrorismus und Krieg.

Sweet child in time
You'll see the line
The line that's drawn between
Good and bad

See the blind man
Shooting at the world
Bullets flying
Ohh taking toll

If you've been bad
Oh Lord I bet you have
And you've not been hit
Oh by flying lead

You'd better close your eyes
Ooohhhh bow your head
Wait for the ricochet

Schon mal gehört? Das Publikum in dem Video von 1970 hat offenbar so gut wie gar nichts gehört, obwohl sich über mangelnde Lautstärke mit Sicherheit niemand beklagen konnte. In der Folgezeit war so manch einer der Meinung, er hätte den Song schon mal gehört – was gar nicht möglich ist, weil erstens vor 2009 – bis auf meinereiner – noch niemand die wahre Intention des Songs verstehen konnte,…


…zweitens (meiner einer will nichts versprechen, aber man bemüht sich) es frühestens zu Weihnachten überhaupt möglich wird, CDs zu hören,…


…und drittens noch 23390 € (inflationsbereinigt in Bezug auf den repräsentativen Warenkorb von 2014, mit oder ohne konstruktive Geldumlaufsicherung) ausgegeben werden müssen, um (leider nicht mehr vor 2015) den Song wirklich hören zu können:


Es mögen sich manche Dichter, die sich schon lange nichts Besseres mehr vorstellen können, sogar von der gegenwärtigen Unzeit noch inspiriert glauben, aber Denker, die weiterdenken wollen, haben keinen Bock mehr auf die Schweinerei:

"Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…"

Nicht der bedeutendste Philosoph war "Der Antichrist", sondern der "Eine große Fluch", der auch Jesus von Nazareth missbrauchte und – um sich als "unsterblicher Schandfleck" zu erhalten – bis heute den Jüngsten Tag auf den sprichwörtlichen "jüngsten Tag" verschob:


Das Fatale ist, dass das Volk auch noch glaubt, es könne doch jeder selbst entscheiden, ob für Dummheit bezahlt wird oder nicht. Irrtum. In allen Preisen ist die Dummheit eingepreist:


Friedrich Nietzsche: Zarathustras Vorrede: "Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben. Was groß ist am Menschen, das ist, daß er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, daß er ein Übergang und ein Untergang ist. Ich liebe die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden."
Also sprach Zarathustra / Von der Selbst-Überwindung: "Nur, wo Leben ist, da ist auch Wille: aber nicht Wille zum Leben, sondern – so lehre ich's dich – Wille zur Macht!"

"Zum Herrscher der Welt geworden, wusste er nicht, was er jetzt unternehmen sollte; doch eines war sicher: Er würde auch den nächsten Schritt tun!"

(Am Ende des Vorspanns und am Ende von "2001: Odyssee im Weltraum")

Mit einem Satz, den er wiederholte, beschrieb Arthur C. Clarke sowohl die Menschwerdung als auch die Übermenschwerdung, und mit dem bis heute genialsten Schnitt in der Filmgeschichte visualisierte Stanley Kubrick: "Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch" – dessen Entwicklung, soweit sie aus heutiger Sicht zurückverfolgt und in die Zukunft gedacht werden kann, in sechs wesentliche Schritte zu unterteilen ist:

1) Urkommunismus
2) Ursozialismus (Staatskapitalismus)
3) Kapitalistische Marktwirtschaft
4) Freiwirtschaft
5) Yin-Anarchie
6) Yang-Anarchie

Der sechste Schritt ist in "The City and the Stars" (Arthur C. Clarke, 1956) beschrieben. Die zukünftigen Schritte sind nur durch Weiterentwicklung des Bewusstseins zu erreichen; die vergangenen Schritte entstanden aus der immer trickreicheren Programmierung des kollektiv Unbewussten; durch erstmalige Hinterhältigkeit – wenn man so will:

Indem man "einfach mal so" einen Affen "der anderen" mit einem Knochen erschlägt, um allen zu zeigen, wer "man" ist, gelingt es, "alle minus die anderen" zu "eigenen" zu machen. Diese sind so beeindruckt, dass das "einfach mal so" hingenommen wird, und man gewinnt Zeit zum Nachdenken, um den "eigenen" Anweisungen für ein koordiniertes Arbeiten zu erteilen, damit es "uns allen" besser geht. Sobald es aufgrund der besseren Arbeitsteilung wirklich allen besser geht, wird im Lauf der Zeit aus der kollektiven Erinnerung an das anfängliche "einfach mal so" ein legendäres Programm im kollektiv Unbewussten der "eigenen", für die der kausale Zusammenhang unverständlich bleibt. Man braucht jetzt nur noch einen Knochen zu erheben, damit die "eigenen" den Anweisungen folgen. 

Vom ersten zum zweiten Schritt verging eine lange Zeit, bis man es als Stammeshäuptling gelernt hatte, die in langer Tradition und mittlerweile gezielt angewendete Programmierung der Untertanen des eigenen Stammes auf benachbarte Stämme auszudehnen. Mit einem kleinen Kreis von Eingeweihten konnte man die ersten zentralistischen Planwirtschaften entstehen lassen, in der die Religion (Rückbindung des arbeitenden Volkes auf künstliche Archetypen im kollektiv Unbewussten) die vom eigenen kleinen Kreis betriebene, wichtigste Wissenschaft war. In Zukunft würde es programmierbare Industrieroboter geben, aber im vorantiken Ägypten programmierte man Menschen, die alles glaubten und alles machten, was die vom eigenen inneren Kreis befehligten Priester, die immerhin lesen und schreiben konnten, ihnen sagten. So genannte "Menschenrechte" sollten erst später erfunden werden.

Der dritte Schritt war der "Auszug der Israeliten aus Ägypten", nachdem man sich mit List und Tücke in den "inneren Kreis" dieses Blödmanns eingeschlichen hatte, der nur das alte "Herrsche!" verstand. Um einen gehörigen Teil des Sachkapitals – sorry – Humankapitals mitgehen zu lassen, musste diesem nur mit dem eigens dafür neu erdachten "Teile und herrsche!" Beine gemacht werden – Boot Program GENESIS:  

(Exodus_20,2-5) Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Das Humankapital wurde von "Bedarfsdeckung für die Obrigkeit" zu "Produzenten für den Markt mit Vorbedingung der Abgabe an den Investor" umprogrammiert. Die heikle Frage, ob dafür überhaupt ein neues Betriebssystem nötig gewesen wäre, hätte man gewusst, wie der Geldkreislauf (Baum des Lebens) auch ohne Urzins (Frucht vom Baum der Erkenntnis) dauerhaft aufrechterhalten werden kann, konnte man später beantworten. Hauptsache, das Humankapital ("Children Of The Sea" nach einem Poeten der vorletzten Generation) würde bis dahin nichts mehr begreifen, schon gar nicht die Grundstruktur des Programms:

Gott (Jahwe) = künstlicher Archetyp Investor (von lat.: vestis = Kleidung)
Himmel = Nachfrage (vorher der von den Priestern ermittelte Bedarf in der Planwirtschaft)
Erde = Angebot (vorher die von den Arbeitern erbrachte Bedarfsdeckung)
Wasser = liquides Geld bzw. Liquidität

Im weiteren Verlauf der Geschichte ereignete sich ein Betriebsunfall und man verlor das Bewusstsein…


…um ein halbes Jahrtausend später feststellen zu müssen, dass man sich mitten unter den "Poor Lost Children Of The Sea" befand, mit denen eine vernünftige Kommunikation bis auf Weiteres nicht mehr möglich war. >> HOLY DIVER >> Der erste Schritt der Menschwerdung blieb bis in die heutige Zeit erhalten, z. B. bei einem "einfach mal so" am 11.09.2001. Alle kapitalistischen Oberaffen waren wirklich beeindruckt.

"Der Mensch sinkt, wenn er einmal sinkt, immer unter das Tier."

Friedrich Nietzsche (Wie man wird, was man ist)

Die "heikle Frage" wurde längst beantwortet und das nutzlose Programm…


…kann gelöscht werden, aber der Betriebsunfall musste weiteren Schaden hinterlassen:

"Der Anteil des Unbewussten an unseren Handlungen ist ungeheuer und der Anteil der Vernunft sehr klein."

Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)

Die Ursünde ist die Hinterhältigkeit, die wahrscheinlich schon der Australopithecus afarensis für die Machtausübung über Artgenossen anwendete, sodass koordinierte Arbeitsteilung in kleinen Gruppen die handwerklichen Fähigkeiten steigerte und die ersten Werkzeuge entstanden, damit vor etwa zwei Millionen Jahren der Homo habilis entstehen konnte, der zum Homo erectus und schließlich zum Homo sapiens führte. Immer die ehrlichen, treuen und lieben Vormenschen blieben auf der Strecke, und nur die ganz hinterhältigen, maximal verlogenen und vollkommen selbstsüchtigen Urmenschen konnten sich in mehreren Steigerungsstufen der ganzen bis dahin erdenklichen Hinterhältigkeit, der maximalen in der bis dahin erreichten Lebenssituation möglichen Verlogenheit und der vollkommensten bis dahin vorstellbaren Selbstsüchtigkeit zum "Homo sapiens" weiterentwickeln! Dieses Erbe trägt die Menschheit bis heute in sich und lässt erstmals erahnen, wie ungeheuer – oder besser: ungeheuerlich – der Anteil des wertenden Unbewussten an unseren Handlungen ist und wie verschwindend winzig der Anteil der wertfreien Vernunft. 

Die in der Genesis mit genialen archetypischen Bildern und Metaphern umschriebene…

Himmel und Erde = Nachfrage (Geld) und Angebot (Waren)
Garten Eden / Paradies = freie – d. h. monopolfreie bzw. urzinsfreie – Marktwirtschaft
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins
Gott (Jahwe) = künstlicher Archetyp: "Investor"
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
Frau / Eva = Finanzkapital / der in Sachkapital investierende Kulturmensch
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
Nachkommen der Schlange = Geldersparnisse
Nachkommen der Frau = neue Sachkapitalien
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
Vertreibung aus dem Paradies = Unfähigkeit, die urzinsfreie Marktwirtschaft zu verstehen
Cherubim = Denkblockaden

…und vom mittlerweile hochgradig geisteskranken Priestergeschwätz aus dem allgemeinen Begriffsvermögen des Volkes ausgeblendete Erbsünde ist nur die logische Konsequenz aus der anfänglichen Ursünde, d. h. die letzte denkbare Steigerungsform der ganzen Hinterhältigkeit, der maximalen Verlogenheit und der vollkommensten Selbstsucht, wozu ein Wesen fähig sein kann, das bis hierhin gekommen ist und noch gar nichts begreift:


Die Selbst-Überwindung, seinen unbewussten Willen zur Macht über andere Menschen als "Hinterhältigster" im Urkommunismus, als "Planer, Lenker und Leiter" im Staatskapitalismus und als "großer Investor" im Privatkapitalismus durch den bewussten Willen zur Macht über die Dinge als Übermensch (nach Nietzsche) bzw. selbständiger Vollmensch, Individuum und Akrat (nach Gesell) in der Freiwirtschaft zu ersetzen, ist der absolut kleinste Schritt für den einzelnen Menschen und der absolut größte für die Menschheit:


"Wie bei allen Lebewesen, so hängt auch das Gedeihen des Menschen in erster Linie davon ab, dass die Auslese nach den Naturgesetzen sich vollzieht. Diese Gesetze aber wollen den Wettstreit. Nur auf dem Wege des Wettbewerbs, der sich überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiete abspielt, kann es zur förderlichen Entwicklung, zur Hochzucht kommen. Wer darum die Zuchtgesetze der Natur in ihrer vollen, wundertätigen Wirksamkeit erhalten will, muss die Wirtschaftsordnung darauf anlegen, dass sich der Wettbewerb auch wirklich so abspielt, wie es die Natur will, d. h. mit der von ihr gelieferten Ausrüstung, unter gänzlicher Ausschaltung von Vorrechten. Der Erfolg des Wettstreites muss ausschließlich von angeborenen Eigenschaften bedingt sein, denn nur so wird die Ursache des Erfolgs auf die Nachkommen vererbt und zur allgemeinen Menscheneigenschaft. Nicht dem Geld, nicht verbrieften Vorrechten, sondern der Tüchtigkeit, der Kraft, der Liebe, der Weisheit der Eltern müssen die Kinder ihre Erfolge verdanken. Dann darf man hoffen, dass mit der Zeit die Menschheit von all dem Minderwertigen erlöst werden wird, mit dem die seit Jahrtausenden vom Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht sie belastet hat, dass die Herrschaft den Händen der Bevorrechteten entrissen und die Menschheit unter der Führung der Edelsten den schon lange unterbrochenen Aufstieg zu göttlichen Zielen wieder aufnehmen wird."

Silvio Gesell (Vorwort zur 3. Auflage der Natürlichen Wirtschaftsordnung, 1918)

Die "göttlichen Ziele" sind jetzt die Ziele jedes einzelnen aus dem geistigen Tod der Religion vollständig auferstandenen und somit über Gott stehenden Übermenschen (nach Nietzsche) bzw. des individuell selbständig denkenden Vollmenschen und Akraten (nach Gesell) – der das Folgende (vorläufige grobe Übersicht ohne Gewähr) noch nicht wissen konnte: 

Selbstaneignung_1:
hinterhältig >> geschickt sein: Homo habilis
Selbstaneignung_2:
hinterhältig x verlogen >> geschickt x aufrichtig sein: Homo erectus
Selbstaneignung_3:
hinterhältig x verlogen x selbstsüchtig >> geschickt x aufrichtig x eingebildet: Homo sapiens 
Selbstaneignung_4:
Pharaonen >> Tausch + Verleih + Ziele = Sonne + Mond + Sterne
Selbstaneignung_5:
Mose >> Investition & Sparsamkeit = Inspiration & Verführung
Selbstaneignung_5b:
Israelitische Dummpriesterschaft J >> Investition = Jahwe
Selbstaneignung_6:
Israelitische Doofpriesterschaft P >> Kapitalismus = Elohim
Jesus >> Kreditangebot = Vater / Kreditnachfrage = Sohn / Freigeld = Heiliger Geist
Selbstaneignung_7:
Katholische Schweinepriesterschaft >> Vater = Gott / Sohn = Jesus / Heiliger Geist = Frieden
Selbstanmaßung:
Mohammed >> Jahwe = Gott der HERR = Allah
1. Selbstüberwindung (Jüngster Tag):
hinterhältig x verlogen x egoistisch << geschickt x aufrichtig x gebildet sein: König
2. Selbstüberwindung:
hinterhältig x gebildet x egoistisch << geschickt x aufrichtig sein: Kaiser
3. Selbstüberwindung:
aufrichtig x gebildet x egoistisch << geschickt sein: Gott

Um die Dummheit nicht länger mitbezahlen zu müssen, gibt es nur eine Möglichkeit:

(Offenbarung 21,1) Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

Nach der Umpreisung aller Preise ergibt sich diese grobe Übersicht zum Lohngefüge:

Prophet
Philosoph
Wissenschaftler / Künstler
Ingenieur / Architekt
Meister / Mediziner
Facharbeiter / Lehrer
Assistenten (Politiker, Manager, Bank- und Verwaltungsangestellte, Verkäufer)

Die Assistenzaufgaben eignen sich am besten für Kinder verschiedenen Alters, damit sie sich nicht langweilen und sich mit den für sie noch interessanten Tätigkeiten beschäftigen können. Für ihre spätere Berufskarriere können sich die lieben Kleinen – bei freier Zeiteinteilung, weil die Assistenzaufgaben nebenbei zu erledigen sind – damit schon mal an ein intelligentes und strukturiertes Arbeiten in erwachsener Gesellschaft gewöhnen.

Für Pharisäer und Schriftgelehrte (Machtpolitiker/Schweinepriester und Rechtsverdreher) ist das genaue Studium des folgenden Fachartikels zu empfehlen, damit sie sich nicht zu sehr mit ihren lieben Kleinen um die für sie noch interessanten Tätigkeiten streiten müssen:


"Sie werden in diesen endlosen Äonen (gnostisch: Äon = Vorstellungswelt) Zeit genug haben, alle Dinge zu versuchen und alles Wissen zu sammeln. Sie werden nicht wie Götter sein, denn keine Götter, die wir uns vorstellen können, haben je über die Kräfte verfügt, die diese Wesen besitzen werden. Und trotzdem werden sie uns vielleicht beneiden, wenn sie sich im hellen Abendrot der Schöpfung sonnen. Denn wir kannten das Universum, als es (gnostisch: das Pleroma = die Gesamtheit der Äonen) noch jung war."

(Profile der Zukunft – Über die Grenzen des Möglichen)

Die Prophezeiung bezieht sich auf den sechsten Schritt, etwa eine Milliarde Jahre in der Zukunft. Diese Menschen können uns deshalb beneiden, weil sich mit dem vierten Schritt am Jüngsten Tag die ganze Vergangenheit, in der wir uns an unseren Kindern "vergangen" haben, in die Zukunft spiegelt, d. h.: Unsere Vorfahren werden unsere Kinder sein!  

"Der in seinen Tagen alte Mann wird nicht zögern, ein kleines Kind im Alter von sieben Tagen nach dem Ort des Lebens zu fragen, und er wird leben, denn viele Erste werden Letzte sein, und sie werden ein Einziger werden."

(Nag Hammadi Library / Thomas-Evangelium / Logion 4)

Ich lasse das ohne weiteren Kommentar "einfach mal so" stehen und verweise vom weiter oben zitierten Ende von "Profile der Zukunft – Über Grenzen des Möglichen" zum Anfang:

"Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken – wenn sie ins Detail gehen – schon wenige Jahre später lächerlich. Dieses Buch hat ein realistischeres, zugleich aber auch anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu beschreiben, sondern die Grenzen abzustecken, innerhalb derer mögliche Zukunftsentwicklungen liegen müssen. Wenn wir die kommenden Jahrhunderte einmal als unerforschtes, kartographisch noch nicht erfasstes Land ansehen wollen, so will ich versuchen, dessen Grenzen zu vermessen und eine gewisse Übersicht über die Ausdehnung zu bekommen. Die detaillierte Geographie des Landesinneren bleibt unbekannt – bis wir einmal dort sind.
    Von wenigen Ausnahmen abgesehen, beschränke ich mich auf einen einzigen Aspekt der Zukunft – auf ihre Technologie, nicht auf die Gesellschaft, die darauf basieren wird. Das ist keine so starke Einengung, wie es zunächst erscheinen mag, denn die Wissenschaft wird die Zukunft noch mehr beherrschen, als dies schon gegenwärtig der Fall ist. Außerdem sind Voraussagen überhaupt nur auf diesem Gebiet möglich. Für die wissenschaftliche Extrapolation gelten immerhin einige allgemeingültige Gesetze, während das bei Politik und Wirtschaft nicht der Fall ist.
    Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial und bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.
Nachdem ich die großen Geister Verne und Wells beschworen habe, möchte ich nun soweit gehen zu behaupten, dass nur Leser oder Verfasser von Science-fiction wirklich befähigt sind, über Zukunftsmöglichkeiten zu diskutieren. …In den letzten fünfzig Jahren wurden in Zehntausenden von Geschichten sämtliche denkbaren und auch die meisten undenkbaren Möglichkeiten der Zukunft ausgeschöpft. Nur sehr wenige Dinge könnten geschehen, die nicht schon in irgendwelchen Büchern oder Zeitschriften beschrieben wurden. Kritisches Lesen – das Adjektiv ist wichtig! – von Science-fiction ist ein wesentliches Training für jeden, der den Wunsch hat, mehr als zehn Jahre vorauszublicken. Menschen, die mit den Phantasien der Vergangenheit nicht vertraut sind, können sich schwerlich „ab initio“ die Realitäten der Zukunft ausmalen.
….
Während ich diese Einleitung schrieb, fiel mir die Besprechung eines ziemlich einfallslosen russischen Buches über das einundzwanzigste Jahrhundert in die Hände. Der hervorragende britische Wissenschaftler, der diese Kritik geschrieben hatte, fand das Werk außerordentlich vernünftig und die Extrapolationen des Autors völlig überzeugend.
    Ich hoffe, dass über mich nicht ein ähnliches Urteil gefällt werden wird. Wenn dieses Buch völlig vernünftig ist und alle meine Extrapolationen überzeugend sind, so ist es mir nicht gelungen, sehr weit vorauszuschauen. Denn eines können wir mit völliger Gewissheit über die Zukunft aussagen – sie wird absolut phantastisch sein."

Arthur C. Clarke, Colombo, Februar 1981


Stefan Wehmeier, 19.11.2014

PS: Manch einer sollte bitte nicht glauben, man habe es geplant, diesen Artikel heute zu veröffentlichen, nur weil der gute alte Arthur C. Clarke (Gott habe seine Seele nicht) das "einfach mal so" mit 1:9:4 (von der schmalen Seite aus betrachtet) dargestellt haben wollte.



Kommentare:

  1. Sehr beachtliche Ausführung. Danke! Mir zeigt das nur eines, dass es noch zu früh ist das Bewusstsein der Menschen zu heben und sie noch Führung brauchen. Sie mit der Freiwirtschaft nicht zu überlasten sondern sie sich in dieses System durch die Praxis einleben sollten. Denn sonst wird es nichts. Aber ohne die alten Systeme restlos zu vernichten, ich schreibe bewusst von vernichten, geht es nicht. Wie das in der Praxis aussieht werden wir noch erleben. Wenigstens die Jüngeren.

    Die russische Führung dürfte mit Bedacht die Freiwirtschaft einführen. Oder so etwas in dieser Richtung hin. Ihre neuen Gesetze zeigen dies. (Jedem seinen Acker). Mündigmachen der Bevölkerung durch Lockerung des Waffengesetzes usw. Die Blogbildung mit einem lockeren Währungsverbund zeigt den zukünftigen Autarkiegedanken. Auch wenn dies noch nicht durchsichtig ist. Daher die Falscheinschätzung von Russland als manipulierter NWO-Knecht. (Teilen und herrschen). Man wird sehen und wach dabei bleiben. Wenigstens die Freidenker.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Mir zeigt das nur eines,..."

      Mir zeigt Ihre Wortzusammenstellung nur, dass Sie bisher noch so gut wie gar nichts verstanden haben (wollen), weil Sie Schwachmaten - die unvergleichlich dümmer sind als Sie! - noch immer für "die da oben" halten und nicht als die Allerdümmsten erkennen wollen. Befolgen Sie das 2. Gebot:

      Die 3 Gebote


      Löschen
  2. Das 2. Gebot würde ich ihnen empfehlen. Mit Überheblichkeit zeigt man sein Gesicht. Und mit Beleidigungen seinen Charakter. Sie stehen noch auf niedriger Stufe. Freigeld und Bodenreform ist ja nicht schlecht. Aber es wird ganz anders kommen. Sie werden es sehen. Das Gold wird leider wieder seine Macht gewinnen. Aber zur gleichen Zeit kommt das Chaos. Und dann Regionalgeld. Denn die Menschheit weiss es nicht besser. Denn für eine Welt ohne Geld ist die Welt noch nicht reif. Sie ja auch nicht. http://weltohnegeld.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Im ersten Schritt erfand man das Erschaffen und Existieren:

      Selbstaneignung_1:
      hinterhältig >> geschickt sein: Homo habilis
      Selbstaneignung_2:
      hinterhältig x verlogen >> geschickt x aufrichtig sein: Homo erectus
      Selbstaneignung_3:
      hinterhältig x verlogen x selbstsüchtig >> geschickt x aufrichtig x eingebildet: Homo sapiens

      Die letzte Hinterhältigkeit des Australopithecus afarensis erschuf vor etwa zwei Millionen Jahren den Homo habilis mit Geschicktheit, aus dessen letzter Verlogenheit man den Homo erectus mit geschickter Aufgerichtetheit und schließlich aus dessen letzter Selbstsucht den aufgerichteten Homo sapiens mit schicklicher Einbildbarkeit erfand.

      Es fällt auf, dass der, der sich "Homo sapiens (einsichtsfähiger/weiser Mensch)" nennt, nicht sein will, weil er immer glaubt, er ist es schon. Er kann einfach nicht sagen, "ich will geschickt und aufrichtig sein", denn dann müsste er auch sagen können: "Ich will eingebildet sein." Das kann er natürlich nicht sagen, also sagt er lieber: "Ich bin geschickt, aufrichtig und gebildet." Letzteres darf er sich selbst einbilden, damit er sich "Homo sapiens" nennen kann:

      "Mit Überheblichkeit zeigt man sein Gesicht. Und mit Beleidigungen seinen Charakter."

      Dieser eignet sich nun perfekt, damit man ihm alles andere einbilden kann:

      Inspiration und Verführung

      Löschen